Die 8-Stunden-Diät im Abnehm-Check

Geht Abnehmen mit der 8-Stunden-Diät wirklich leichter? - Die 8-Stunden-Diät im Abnehm-Check
Geht Abnehmen mit der 8-Stunden-Diät wirklich leichter?
Kalorien zählen ist ziemlich langweilig. Wie viel einfacher wäre unser Leben, wenn wir uns um Fett & Co. keinerlei Gedanken mehr machen müssten und wir uns stattdessen nur darauf konzentrieren würden, wann wir essen! Diese Idee fand auch der US-Fitness-Experte David Zinczenko interessant und hat die 8-Stunden-Diät entwickelt.

Die 8-Stunden-Diät in der Praxis
Acht Stunden pro Tag essen, die restlichen 16 Stunden übt man sich in Enthaltsamkeit. Das hört sich erstmal ganz easy an. Ganz so viel sind acht Stunden allerdings nicht, wenn man die 8-Stunden-Diät ganz konkret an einem Tag durchspielt. So dürfte man im Zeitraum von 9 Uhr bis 17 Uhr essen. Oder von 12 Uhr bis 20 Uhr, wenn man ein Morgenmuffel ist und ein spätes Abendessen dem Frühstück vorzieht. Davor und danach darf nichts Kalorienhaltiges über die Lippen kommen. Dazu gehören auch der Kaffee mit Milch, das Glas Saft oder der Tee mit Zucker. Bis 12 Uhr mittags wirklich nichts zu essen, ist ziemlich hart. Genauso wie ab 17 Uhr zu fasten.

Immerhin: Angeblich darf bei der 8-Stunden-Diät alles gegessen werden, was das Herz begehrt. Die Pfunde sollen trotzdem purzeln - selbst wenn man sich nur drei Tage pro Woche an diesen Fastenplan hält. Im Nachsatz fügt David Zinczenko, der auch Chefredakteur der amerikanischen 'Men’s Health' ist, jedoch hinzu, dass Süßigkeiten und Weißmehlprodukte eher nicht so toll sind. Weil sie den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben und zu Heißhunger führen. Stattdessen soll man sich aus seinen acht Power-Lebensmittelgruppen bedienen. Dazu gehören Eier und fettarmes Fleisch, Milchprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, blaue und lilafarbene Früchte sowie Früchte und Gemüse in den Farben rot, gelb/orange und grün.

Geht es nach Zinczenko, sollte die erste Mahlzeit so spät wie möglich gegessen werden, um möglichst viel Fett zu verbrennen. Darüberhinaus soll der Stoffwechsel mit mindestens acht Minuten Bewegung sowie einer kalten Dusche nach dem Aufstehen in Schwung gebracht werden.

Die Theorie hinter der 8-Stunden-Diät
Dass man nicht alles dann essen kann, wann man möchte, ist nichts Neues. Schon das beliebte Diät-Konzept 'Schlank im Schlaf' empfiehlt Esspausen von mindestens fünf Stunden und rät abends von Kohlenhydraten ab. Durch die lange Fastenzeit von 16 Stunden soll die Fettverbrennung laut Zinczenko so richtig angeregt werden. Außerdem sollen der Cholesterinspiegel sinken und die Blutwerte sich verbessern.

Was sich in der Theorie so toll anhört, ist in der Praxis leider oft nicht so überzeugend. Das gilt auch für die 8-Stunden-Diät. Ernährungswissenschaftler wie der ehemalige Leiter des Zentrums für Ernährungsmedizin und Prävention am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München, Dr. Johannes Wechsler, sind kein Fan dieser neuen Fasten-Form. 16 Stunden lang nicht zu essen, bringt für den Stoffwechsel nichts. Vor allen Dingen, wenn man in den acht Stunden ungehemmt schlemmt und kalorien- und fettreiche Lebensmittel in Hülle und Fülle genießt.

Viel besser als die 8-Stunden-Diät - und auch ganz ohne Kalorienzählen - ist eine langfristige Ernährungsumstellung. Hierbei sind alle Lebensmittel erlaubt, allerdings hochkalorische Lebensmittel mit reichlich Zucker und Fett wie Süßes, Fast Food und salzige Snacks nur selten und in kleinen Mengen. Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und fettarme Milchprodukte dagegen dürfen mehrmals täglich ohne schlechtes Gewissen gegessen werden.




db

  

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Veröffentlicht von
am 18/10/2013
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