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Über 50 Kilo sind schon weg - und Jessi fühlt sich endlich wieder wohl in ihrer Haut

Diane Buckstegge
von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 4. März 2015
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Respekt! Jessi hat in den letzten Jahren gut 54 Kilo abgenommen und zeigt: Man kann alles erreichen, wenn man es wirklich will!

Rank und schlank? Das war Jessi noch nie. Schon in Kindertagen bringt sie ein paar Kilo mehr auf die Waage als ihre Freundinnen. Als Erwachsene wiegt sie in ihrer schwersten Phase 156 Kilo. Viel zu viel - wie sie selber findet. "Ich hatte mich schon lange unwohl in meiner Haut gefühlt", erzählt sie. "Doch als mir 2010 nicht einmal mehr Größe 58/60 passte, hatte ich meine persönliche Schmerzgrenze erreicht." Auch, weil Jessi immer mehr die gesundheitlichen Probleme von starkem Übergewicht zu spüren bekommt. "Ich war schon nach ein paar Treppenstufen aus der Puste, hatte Wassereinlagerungen in den Beinen."

Essen gegen Frust

Wie bei so vielen Übergewichtigen kommt auch bei Jessi ein Großteil der überflüssigen Pfunde vom Frustessen. "Lange Zeit war Nahrung für mich nur Mittel zum Zweck. Ich habe nicht aus Genuss gegessen, sondern hauptsächlich, weil ich gelangweilt war, schlechte Laune hatte oder einen schlechten Tag." Und da gegen Frust Süßigkeiten und Fast Food am allerbesten helfen, nimmt sie immer weiter zu.

Gegen die überflüssigen Pfunde probiert sie diverse Diäten. Ernährt sich tagelang von Kohlsuppe oder probiert Quark mit Zitrone. Gebracht hat es nichts. Jessi kann keine der Diäten dauerhaft durchhalten und nimmt danach recht schnell alles wieder zu, was sie mühsam abgenommen hat.

Jessi vorher © Jessi Ca

Mit dem eigenen Blog schwinden endlich auch die Kilos

"2010 war der Punkt erreicht, an dem ich wirklich etwas verändern wollte. Um meine Probleme mit anderen zu teilen, begann ich meinen Abnehmblog vegetarischundveganabnehmen zu schreiben", sagt Jessi. Das Schreiben hilft ihr gerade in der ersten Zeit ihrer Ernährungsumstellung sehr. "Ich habe sehr viel positives Feedback und Ermutigung von meinen Lesern bekommen. Das hat mich unheimlich motiviert und mir beim Durchhalten geholfen."

Nach und nach verändert Jessi ihre Ernährung. Fast Food und Süßigkeiten isst sie zwar immer noch ab und zu - doch längst nicht mehr so oft und in so großen Mengen wie früher. Sie weiß jetzt, dass es auf die richtige Balance ankommt. Und dass man sich mit seinen Gefühlen auseinandersetzen muss - dann kommt es bei Frust auch gar nicht erst zu Heißhunger auf Schokolade.

"Ich koche mittlerweile fast nur noch frisch, mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten oder auch Seitan. Was Warmes gibt es bei mir in der Regel abends. Mittags bei der Arbeit esse ich dagegen nur eine Kleinigkeit wie Gemüse oder Obst." Ihr Tipp gegen Heißhunger: Regelmäßige Mahlzeiten, damit der Hunger nie zu groß wird. Für den Notfall hat sie seitdem immer Obst und Gemüse dabei.

Sport gehört zum Abnehmen einfach dazu

Neben der Ernährungsumstellung beginnt Jessi regelmäßig Sport zu treiben. Dadurch werden viele Kalorien verbrannt und "ich merke, dass mir Sport unheimlich gut tut." Viermal pro Woche schlüpft sie 2010 in die Sportschuhe, macht lange Spaziergänge und geht ins Fitnessstudio. Über ausreichend Bewegung im Alltag kann sie sich als Erzieherin ebenfalls nicht beklagen.

"Aktuell würde ich gerne wieder mehr Sport treiben, vielleicht einen Zumba-Kurs probieren, doch irgendwie will es mit der Zeitplanung nicht so richtig klappen", sagt Jessi. 2015 möchte sie endlich die 100-Kilo-Marke knacken (aktuell sind es 102 Kilo) - dafür hat sie sich fest vorgenommen, wieder mehr Zeit für Sport zu finden.

So dick wie früher möchte sie nie mehr werden: "Endlich fühle ich mich wohl in meiner Haut, muss mich nicht mehr mit Wassereinlagerungen plagen oder bin sofort außer Atem, wenn ich ein längeres Stück gehe. Das Äußerliche ist für mich da eher zweitrangig."

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