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Diätpillen: sinnvoll oder ungesund?

  

Appetitzügler, Fetthemmer & Co: Diätpillen versprechen purzelnde Pfunde ohne zu leiden! - Diätpillen: sinnvoll oder ungesund?
Appetitzügler, Fetthemmer & Co: Diätpillen versprechen purzelnde Pfunde ohne zu leiden!
"In zwei Wochen fünf Kilo abnehmen" oder "Ohne Diät lästige Pfunde loswerden" - so oder ähnlich werden die meisten Diätpillen beworben. Dabei haben all diese Versprechungen eins gemeinsam: Sie garantieren wahre Wunder. Gerne wird die Werbung für Diätpillen von Vorher-Nachher-Bildern begleitet, die eine übergewichtige Frau frisch erschlankt und sehr, sehr glücklich zeigen. Doch halten die Diätpillen auch, was sie versprechen, und sind sie gesundheitlich wirklich unbedenklich? Was ist dran am Mythos Diätpillen?

Appetitzügler - die klassischen Diätpillen
Bei den Diätpillen haben Appetitzügler die Nase weit vorn, denn frei verkäufliche Varianten sind mittlerweile in vielen Reformhäusern, Apotheken und sogar Drogerien erhältlich. Diese nicht-rezeptpflichtigen Diätpillen sollen den Heißhunger verringern. Sie bestehen aus einem Quellmittel wie Zellulose, Natriumalginat, Ballaststoffen oder Kollagen. 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen, quillt dieses im Magen auf und soll so den Appetit bei der folgenden Mahlzeit senken. Diese Appetitzügler sind keine Medikamente, sondern gehören zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Wissenschaftliche Studien und ein Nachweis der Wirkung fehlen in der Regel.

Sven-David Müller, Diätologe und Erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Diätetik e. V.: "Die Studien der meisten Anbieter von nicht-rezeptpflichtigen Appetitzüglern und anderen Diätpillen zeigen nach unseren Auswertungen hauptsächlich einen Gewichtsverlust, weil die Teilnehmer zusätzlich zur Einnahme der Präparate ihre Energiezufuhr eingeschränkt haben. Ihre tägliche Kalorienaufnahme lag zwischen 1.200 und 1.440 Kalorien. Das führt auch ohne Diätpillen zu einem Gewichtsverlust."

Neben den frei verkäuflichen Appetitzüglern gibt es rezeptpflichtige Medikamente. Sie müssen vom Arzt verschrieben werden und kommen nur bei Menschen mit erheblichem Übergewicht zum Einsatz. Zu diesen Diätpillen gehören 'Reductil' mit dem Wirkstoff Sibutramin und 'Acomplia' mit dem Wirkstoff Rimonabant (beide in Europa mittlerweile verboten), sowie 'Bontril' und 'Adipex'.

Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): "Sibutramin verringert die Energieaufnahme, indem es ein schnelleres und anhaltenderes Sättigungsgefühl hervorruft. Der Energieverbrauch wird gesteigert. Rimonabant hemmt die Lust auf Essen. Beide Medikamente haben einige Nebenwirkungen. So wurde Rimonabant im Oktober 2008 vom Markt genommen und Sibutramin ist seit Anfang 2010 auf dem europäischen Markt verboten. Über das Internet sind jedoch immer noch Tabletten mit diesen Inhaltsstoffen erhältlich."

Diätpillen versprechen schnelle Abnehmerfolge - halten sie jedoch meist nicht.
Diätpillen versprechen schnelle Abnehmerfolge - halten sie jedoch meist nicht.
Diätpillen zur Hemmung der Fettverdauung
Neben Appetitzüglern gibt es Präparate, die die Fettverdauung hemmen sollen: "Normalerweise wird das mit der Nahrung aufgenommene Fett im Magen-Darm-Trakt mit Hilfe von Enzymen (Lipasen) gespalten und kann dann vom Körper aufgenommen werden. Diätpillen wie das rezeptpflichtige 'Xenical', das mit dem Wirkstoff Orlistat arbeitet, hemmen diese Enzyme. Es werden etwa 30 Prozent des mit der Nahrung aufgenommenen Fetts ausgeschieden. Nachteil: Wird viel Fett verzehrt, können Nebenwirkungen wie unangenehme Fettstühle oder Durchfälle die Folge sein.", so Antje Gahl von der DGE.

Auch bei der Einnahme dieser Diätpillen muss gleichzeitig die Ernährung umgestellt werden. Wie der Appetitzügler 'Bontril' wird auch 'Xenical' nur für die Behandlung von erheblichem Übergewicht, sprich ab einem BMI größer als 30, empfohlen.

In Drogerien oder Reformhäusern werden frei zugängliche Kapseln angeboten, die die Fettverbrennung beschleunigen sollen, beispielsweise Kohlsuppenkapseln. Für die Wirksamkeit gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege.


> Lesen Sie weiter: Entwässerungstabletten und Abführmittel als Diätpillen?




db

 
  

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Veröffentlicht von
am 04/01/2012
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