Paleo-Diät: Gesunde Steinzeit-Ernährung?

 
Paleo-Diät: So funktioniert's
Paleo-Diät: So funktioniert's


Pizza, Nudeln, Eiscreme - all das kannten die Menschen in der Steinzeit nicht. Für sie gab es viel Fleisch, ein bisschen Gemüse, Obst und Samen - und damit ging es ihnen gut! Übergewicht oder Herzkrankheiten waren damals kein Problem. Heute allerdings schon. Und genau da setzt die Paleo-Diät an.

Was ist die Paleo-Diät?
Der Begriff Paleo-Diät ist ein wenig irreführend, denn streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine Diät, die dem Abnehmen dienen soll. Stattdessen ist die Paleo-Diät eine Ernährungsumstellung mit dem Ziel, gesünder, genetisch gerechter zu essen. Es unseren Vorfahren gleich zu tun, die hochgradig verarbeitete Lebensmittel wie Eis oder Croissants nicht kannten.

Diese Umstellung der Ernährung soll unserer Gesundheit sehr zugute kommen. So soll die Paleo-Diät die Beschwerden verschiedener Krankheiten lindern, zum Beispiel chronisch entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Auch Rheuma und Multiple Sklerose-Schübe soll eine steinzeitliche Ernährung mindern. Ausreichend wissenschaftlich belegt ist das jedoch nicht.

Wie funktioniert die Paleo-Diät?
Kalorienzählen fällt bei der Paleo-Diät zum Glück weg. Schließlich geht es in erster Linie ja nicht um den Gewichtsverlust, sondern um die gesündere Lebensweise. Dass das ein oder andere Kilo jedoch purzelt, wenn der Speiseplan drastisch reduziert wird, ist ein willkommener Bonus.

Wer sich für die Paleo-Diät entschließt, sollte großer Fleisch-Fan sein, sonst hat er ein Problem. Die Hauptnahrungsmittel neben Gemüse, Obst und Samen sind Fleisch und Fisch. Möglichst roh und wenig verarbeitet. Vegetarier haben es schwer, für sie bleiben nur Eier, um den Eiweißbedarf zu decken, da Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Vollkornbrot oder Tofu in der Paleo-Diät verboten sind.

Einen genauen Tagesplan gibt es nicht für die Paleo-Diät. Jeder isst aus den erlaubten Lebensmitteln, was ihm schmeckt. Spezielle Paleo-Rezepte gibt es mittlerweile ausreichend im Internet oder in Kochbüchern.

Vor- und Nachteile der Paleo-Diät
Was unseren Vorfahren gut getan hat, kann uns ja nicht schaden, oder? Das stimmt so leider nicht. Der große Vorteil der Paleo-Diät ist, dass sie hochverarbeitete Lebensmittel wie Süßigkeiten oder Fertigprodukte ausschließt und auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel setzt. Doch es fallen eine ganze Reihe Lebensmittel wie Milchprodukte oder Getreide weg, die wichtige Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern, z. B. das Calcium aus der Milch. Calciummangel kann u.a. zu Osteoporose führen.

Die Paleo-Diät empfiehlt darüber hinaus einen Eiweißanteil von 37 Prozent an der Ernährung, das ist deutlich höher als das, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt (20 Prozent). Ob durch eine zu hohe Eiweißzufuhr langfristige Schäden entstehen, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Menschen mit Nieren- oder Lebererkrankungen sollten vor der Durchführung der Paleo-Diät ihren Arzt befragen.

Und was wir nicht vergessen dürfen: Im Gegensatz zu uns, waren die Steinzeitmenschen den ganzen Tag auf den Beinen. Vermutlich waren sie allein deswegen schlank und hatten keine Herzkrankheiten.


Bilder: © Thinkstock



db  

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