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Mein Baby und Schlafen: So wichtig sind ruhige Nächte
Für Eltern kann er zur nervlichen Zerreißprobe werden: der Moment, in dem für Baby Schlafenszeit angesagt ist. Keine Sorge: Es ist völlig normal, dass das nächtliche Durchschlafen nicht sofort klappt und dass Ihr Baby Schlafen erst lernen muss.
"Anders als wir Erwachsenen haben Babys noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Während unser Organismus bei Tag aktiv wird und bei Nacht müde, kann ein Baby praktisch rund um die Uhr schlafen. Der Nachtschlaf muss genauso erlernt werden wie krabbeln, laufen, sprechen", sagt Prof. Dr. Jürgen Zulley, Leiter des schlafmedizinischen Zentrums Regensburg.
Dabei ist der regelmäßige und ausreichende Schlaf gerade für ein Baby besonders wichtig. Babys, die gut schlafen, sind in der Regel ausgeglichen und ruhiger als andere. Zudem fördert Schlafen die Entwicklung und Gesundheit. "Schlafen sorgt dafür, dass das Baby vor Reizüberflutung geschützt wird. Außerdem fördert der richtige Schlaf das Lernvermögen, unterstützt die kognitive Entwicklung. Achtung: Wenn Babys schlecht schlafen, kann das auf Dauer das Immunsystem schwächen."
Doch wie kann ein Baby schlafen lernen?
Aufatmen: Es gibt tatsächlich eine Reihe von Tricks, die Babys helfen, schneller zu schlafen. Hier die Tipps des Schlafforschers:
> Sorgend Sie für das richtige Raum- und Bettklima. Bei einer Raumtemperatur von 16-18 Grad wird Ihr Baby Studien zufolge am besten schlafen. Ist es zu warm, schläft das Baby unruhig und wacht öfter auf. Das gleiche gilt für das Betthöhlenklima (das Klima, das direkt im Bett, etwa unter der Bettdecke, herrscht). Ein feuchtes Klima beeinflusst den Schlaf negativ, durch Feuchtigkeit auf der Haut kann der Körper seine Temperatur nicht regulieren. Für Babys heißt das: Achten Sie auf eine qualitativ hochwertige, extra-trockene Windel.
> Ab einem gewissen Zeitpunkt sollte Ihr Baby lernen, in seinem eigenen Bett und in seinem eigenen Zimmer zu schlafen. Wann der richtige Moment gekommen ist, merken Eltern meist von selbst. Seien Sie konsequent, aber: beachten Sie auch die Bedürfnisse Ihres Kindes und machen Sie im Zweifel Ausnahmen. So fällt die Umgewöhnung leichter.
> Problemfall Schreibaby: Hier heißt es, gut zu unterscheiden. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Baby stundenlang und in höchster Not schreien lassen. Ein kleines Kind weiß noch nicht, dass Sie, auch wenn es Sie gerade nicht sieht, ganz in der Nähe sind. Es schreit nicht aus Trotz, sondern aus Verzweiflung. Dennoch sollten Sie sich auch nicht manipulieren lassen. Babys lernen schnell, welche Knöpfe sie drücken müssen, um Ihre Eltern zu einer Reaktion zu bewegen. Hören Sie auf Ihr Gefühl, und geben Sie nicht bei jedem kleinen Schrei sofort nach.
> Halten Sie sich möglichst an exakte Bettzeiten. Viele Eltern sind der Ansicht, ihr Baby werde schon zeigen, wenn es schlafen will. Doch das Gegenteil ist der Fall: Kinder brauchen feste Strukturen, um ein nächtliches Durchschlafen zu erlernen.
> Ganz wichtig: Pflegen Sie Rituale! Das fängt bei festen Schlafenzeiten an, bedeutet aber auch kuscheln, Geschichten erzählen und so weiter. Je fester Sie ihre Rituale pflegen, desto wirkungsvoller vermitteln sie dem Kind Struktur und helfen ihm, vom Tag Abschied zu nehmen.
4-fach Mama Katja Kessler: "Öfter mal auf den Bauch hören!"
Auch Dr. Katja Kessler, vierfache Mutter und Autorin des Ratgeber-Bestsellers„Das Mami-Buch“ weiß, dass feste Gewohnheiten helfen, Baby das Schlafen beizubringen. "Babys stehen auf Routine. Sie lieben, was wir Erwachsene eher langweilig finden: genormte, völlig identische Abendabläufe. Dann wissen sie: Jetzt geht’s in die Heia und können sich darauf einstellen. Bei meinen Kids sieht das so aus: gemeinsames Abendbrot, dann baden, eine Gute-Nacht-Geschichte und schließlich Kuscheln für alle."
Dennoch: Auch bei einer Super-Mami klappt nicht immer alles nach Lehrbuch. "Natürlich fährst du als Mama irgendwann auf der Felge, wenn dein Baby Nacht für Nacht schreit und es gibt keinen rationalen Grund, warum." Geholfen hat Katja Kessler vor allem eins: Das eigene Gefühl. "Unser Sohn Caspar hatte eine Phase, erst schrie er ein Mal pro Nacht, dann zwei Mal, binnen eines Monats standen wir zwischen sieben Uhr abends und sieben Uhr morgens mindestens ein Dutzend Mal an seinem Bettchen. Das war der Punkt, an dem mein Bauch sagte: Ich liebe diesen kleinen Fratz - aber Schreien kann er auch ohne mich! Das Zimmer zu verlassen, fiel mir furchtbar schwer. Doch Wunder oh Wunder – seit diesem Abend war wie von Zauberhand Ruhe.“
Damit Ihrem Baby das Schlafen noch ein bisschen leichter fällt, hat Katja Kessler exklusiv für Pampers eine Gute-Nacht-Geschichte geschrieben: "Paule, der Schlafhase" gibt's jetzt zum kostenlosen Download.
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