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Kinderlebensmittel: sinnvoll oder ungesund?

  

Kinderlebensmittel sind oft bunt und zuckersüß. - Kinderlebensmittel: sinnvoll oder ungesund?
Kinderlebensmittel sind oft bunt und zuckersüß.
Ganze 2 1/2 Stück Würfelzucker stecken in einem 200 ml Glas Instant-Kindertee von Hipp - was dem Kinderlebensmittelhersteller prompt die zweifelhafte Ehrung 'Goldener Windbeutel 2012' von foodwatch einbrachte.

Doch Hipp ist nicht der einzige Kinderlebensmittelhersteller, dessen Produkte alles andere als empfehlenswert sind. So hat die Verbraucherzentrale Bremen im Juli 2011 einen Marktcheck mit 39 der rund 400 in Deutschland erhältlichen Kinderlebensmittel durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt, was ältere Studien von Stiftung Warentest oder dem Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund ebenfalls herausgefunden haben: Die Lebensmittel sind in der Mehrzahl zu süß, zu fettig, zu salzig und sie enthalten zu viele Zusatzstoffe.

Was sind Kinderlebensmittel?
Quietschbunt, auffällig und gerne mit Tier- oder Comicfiguren versehen: Kinderlebensmittel stechen ins Auge und sind in ihrer Optik genau auf die Vorlieben der Kleinen abgestimmt. In den meisten Fällen handelt es sich bei Kinderlebensmitteln um Süßigkeiten, Milchprodukte, Frühstückscerealien und Gebäck. Unterschieden wird zwischen Produkten für Kleinkinder (Altersklasse zwischen dem 1. und dem 3. Lebensjahr) sowie denen für Kinder ab drei Jahren.

Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): "Die Lebensmittel für Kleinkinder unterliegen, ebenso wie Säuglingsnahrung, der Diätverordnung, die zum Beispiel strenge Mindestwerte für Rückstände vorschreibt. Kinderlebensmittel ohne eine spezielle Altersangabe unterliegen dem allgemeinen Lebensmittelrecht."

Doch Kinderlebensmittel lassen nicht nur die Herzen der Kleinen höher schlagen. Werbeversprechungen wie "Mit dem Besten aus einem Glas Milch", "Mit wertvollen Vitaminen" oder "Mit extra viel Calcium" begeistern auch Eltern - denn sie meinen, ihren Kindern so etwas Gutes tun zu können.

Zu süß, zu fettig und zu viele Zusatzstoffe - ein häufiges Problem von Kinderlebensmitteln.
Zu süß, zu fettig und zu viele Zusatzstoffe - ein häufiges Problem von Kinderlebensmitteln.
Problematische Inhaltsstoffe in Kinderlebensmitteln
Die meisten Kinderlebensmittel sind jedoch alles andere als empfehlenswert. Silke Restemeyer von der DGE: "Kinderlebensmittel haben keinen ernährungsphysiologischen Vorteil gegenüber herkömmlichen Lebensmitteln in einer ausgewogenen Ernährung. Im Gegenteil, denn sie haben oft einen hohen Zucker- und Fettgehalt."

Zucker
Ein Inhaltsstoff, der bei Kinderlebensmitteln immer wieder in die Kritik gerät, ist der Zucker. Denn den enthalten die meisten Produkte in viel zu großen Mengen. Oft ist er geschickt getarnt und auf der Verpackung des Lebensmittels locken Aussagen wie "nur mit der Süße aus Früchten" oder "ohne Zusatz von Kristallzucker".

Doch dass auf den normalen weißen Zucker verzichtet wurde, heißt noch lange nicht, dass das Produkt nicht andere Zuckerstoffe enthält. Werfen Sie deswegen einen genauen Blick auf die Zutatenliste von Kinderlebensmitteln. Ebenfalls für Zucker stehen die folgenden Begriffe: Fructose, Traubenzucker, Glucosesirup, Maltodextrin oder auch Honig. Und alle bergen ein Risiko für die Zähne und enthalten einiges an Kalorien.

Fette
Neben dem Zucker enthalten viele Kinderlebensmittel auch reichlich Fett. So enthalten als Pausenmahlzeit beworbene Produkte schnell ein Drittel bis die Hälfte der empfohlenen Tageszufuhr an Fett für Kinder. Dazu kommt, dass die Produkte oft tierische und gehärtete Fette enthalten. Diese erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Viele Kinderlebensmittel enthalten zu viel Salz.
Viele Kinderlebensmittel enthalten zu viel Salz.
Salz
Bluthochdruck bei Kindern? Das kann tatsächlich zu einem Problem werden, wenn sie zu viel Salz essen. Salz ist insbesondere ein Problem in Fertigprodukten und Snacks wie Fertigsuppen, Chips, aber auch Wurstprodukten wie Salami.

Zusatzstoffe
Stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte aber auch schon der Fruchtjoghurt enthalten jede Menge Zusatzstoffe. Vorsicht: Auch wenn die Verpackung damit wirbt, dass keine künstlichen Aromen, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker zugesetzt wurden - natürliche können trotzdem zugefügt sein.

So enthalten Fertiggerichte oft jede Menge Hefeextrakt als Geschmacksverstärker, was die Geschmacksnerven der Kleinen ebenfalls verfälscht. Und natürliche Aromen im Erdbeerjoghurt sind leider kein Hinweis auf den Zusatz von echten Erdbeeren.

Extra Vitamine und Mineralstoffe
Eltern sind immer um die Gesundheit ihrer Kinder besorgt. Das weiß auch die Ernährungsindustrie und setzt Kinderlebensmitteln gerne Vitamine und Mineralstoffe zu. Mit einem Vitaminzusatz darf geworben werden, wenn dieser mindestens 15 Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen erreicht. Für Kinder ist der Tagesbedarf allerdings niedriger, so dass die Gefahr einer Überdosierung besteht.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung hat berechnet, dass Kinder bei einem Verzehr von fünf mit Nährstoffen angereicherten Lebensmitteln bei einzelnen Vitaminen das Zwei- bis Fünffache der empfohlenen Menge aufnehmen. Verschiedenen Studien zufolge kann auch ein Zuviel an Vitaminen der Gesundheit schaden.

> Seite 2: Statt Kinderlebensmittel - ausgewogene Ernährung




db

 
  

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Veröffentlicht von
am 12/07/2012
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