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Mutterschafts­geld: Das steht Ihnen als Mutter zu

von Redaktion Veröffentlicht am 13. Mai 2012

Wer ein Baby erwartet, muss viele Vorbereitungen treffen. Unter anderem müssen Mutter und Baby finanziell abgesichert sein. Vor allem in den Wochen vor und nach der Geburt, wenn die Mutter in Mutterschutz geht und nicht arbeitet. Dann gibt es das Mutterschaftsgeld.

Wann beginnt der Mutterschutz und ab wann hat man Anspruch auf Mutterschaftsgeld?
Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet im Normalfall acht Wochen nach der Entbindung, bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen danach. In diesem Zeitraum hat die Mutter Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse oder vom Bundesversicherungsamt. Außerdem hat sie Anspruch auf einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber.

Wann kann man das Mutterschaftsgeld beantragen?
Das Geld kann frühestens sieben Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin bei der Krankenversicherung beantragt werden. Dabei muss man eine Bescheinigung des Arztes vorlegen.

Wie viel erhalten gesetzlich Versicherte?
Das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse richtet sich nach dem durchschnittlichen Nettolohn der letzten drei Monate und beträgt höchstens dreizehn Euro pro Tag. Ist der Nettolohn höher, zahlt der Arbeitgeber die Differenz als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Wie viel erhalten privat Versicherte?
Privat krankenversicherte Frauen erhalten keine 13 Euro Mutterschaftsgeld pro Tag. Sie können jedoch ebenso wie familienversicherte Frauen einmalig 210 Euro Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt beantragen. Zusätzlich zahlt der Arbeitgeber das bisherige Nettogehalt abzüglich dreizehn Euro pro Tag.

Wo beantrage ich das Mutterschaftsgeld?
In jedem Bundesland nimmt eine andere Behörde den Antrag entgegen, die richtige Anlaufstelle finden Mütter und Väter am einfachsten im Internet. Meist dauert es eine Weile, bis der Antrag genehmigt wird. Deshalb rechtzeitig vorplanen.
Für wen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung das Mutterschaftsgeld?
Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist: Das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen erhalten Frauen, die freiwillig- oder pflichtversicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sind und Anspruch auf Zahlung von Krankengeld haben. Weitere Voraussetzungen: Die Frauen müssen in einem Arbeits- oder Heimarbeitsverhältnis stehen, der Arbeitgeber hat das Beschäftigungsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig gekündigt oder ein Arbeitsverhältniss beginnt nach dem Anfang der Schutzfrist. In diesem Fall entsteht der Anspruch mit Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses, vorausgesetzt, die Frau ist zu diesem Zeitpunkt Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse.

Wer erhält das Mutterschaftsgeld des Bundesversicherungsamtes?
Mütter, die nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, sei es, weil sie privat versichert sind oder weil sie familienversichert sind, erhalten ein Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt. Die Mutterschaftsgeldstelle des Amts zahlt jedoch insgesamt höchstens 210 Euro.

Merkblatt und Formulare gibt es im Internet unter www.mutterschaftsgeld.de.

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