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Historisches Drama
Emmerich-­Film 'Anonymus': War William Shakespeare ein Betrüger?

Der dichtende Graf & die Literatur begeisterte Monarchin

   

Die junge Monarchin (Joely Richardson) mit ihrem Geliebten. © dpa - Der dichtende Graf & die Literatur begeisterte Monarchin
Die junge Monarchin (Joely Richardson) mit ihrem Geliebten. © dpa
Die Figur Shakespeare kommt in ‚Anonymus‘ eher trottelig daher. Ein aufgedrehter, betrunkener Frauenheld. Aber die weltberühmten Sonette und Theaterstücke stammen ja in diesem Film auch nicht aus seiner Feder. Sondern aus der des dichtenden Grafen, dem Earl of Oxford.

Diese Rolle fällt den Comedian und Shakespeare-erfahrenen britischen Schauspieler Rhys Ifans zu. Für ihn erfüllt der Earl of Oxford alle Kriterien, um ihn als Autor der Shakespeare-Meisterwerke zu identifizieren: „Wer immer die Shakespeare-Stücke geschrieben hat, muss ein sehr bereister und intellektueller Mann gewesen sein mit einem großen Verständnis für die politischen Verhältnisse.“ Das trifft auf den Earl of Oxford zu. Für den Look des Grafen ließ sich Ifans von Karl Lagerfeld inspirieren. Klassisch, edel, mit einem melancholischem Touch. „Ich wollte einen Mann spielen, bei dem die Welten in seinem Kopf so real sind, wie die Welt, in der er lebt“, sagt Rhys Ifans. Besonders fasziniert ihn an diesem Charakter, „dass ein Mann mit so vielen großartigen Ideen, diese geheim halten und mit dieser Bürde klar kommen muss.“ Diese Last bricht die Figur am Ende.

An der Seite des poetischen und schreibbegabten Earl of Oxford spielt Joely Richardson die junge Monarchin Queen Elisabeth, die die Leidenschaft des Adligen für Verse teilt. Am englischen Hof aber sind sie nicht nur von der Schönheit der Worte umgeben, sondern von verbotenen Romanzen, politischen Intrigen und habgieriger Aristokraten, die die Macht an sich reißen wollen. Und gegen alle Widrigkeiten will Queen Elisabeth an ihrer Krone festhalten.

In die Rolle der alternden Königin schlüpft Joely Richardsons Mutter Vanessa Redgrave. Mutter und Tochter standen schon öfter zusammen vor der Kamera. Aber dieses Mal tauschten sie sich gegenseitig aus, diskutierten über den Charakter, das Aussehen, das Auftreten und die Urheberrechtstheorie. Dass die Verfilmung über die Autorenschaft den Meisterwerken schadet, glaubt Richardson nicht. Das Interesse an den Stücken ist groß. Im England des 16. Jahrhunderts entstanden, sind sie immer noch aktuell. Das finden nicht nur die Schauspieler, sondern auch der Regisseur. Der Grund: „Jede von Shakespeares Hauptfiguren macht eine Identitätskrise durch. Das ist auch der Kern moderner Literatur“, sagt Roland Emmerich.

Shakespeare oder nicht Shakespeare? Die Frage nach dem wahren Verfasser der Meisterwerke wird vermutlich nie geklärt werden. Emmerich bietet mit ‚Anonymus‘ eine Lösung an. Am Ende mag man die Theorie, dass der Earl of Oxford der wahre Schreiberling sei, unterstützen oder nicht.

'Anonymus' kommt am 10. November bei uns ins Kino.


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Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 10/11/2011
Die Lesernote:5/5 
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Inhaltsverzeichnis Roland Emmerichs 'Anonymus'
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