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Sein Sohn spricht von Selbstmord: Der Appell dieses Vaters geht durch Mark und Bein

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 28. September 2017
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"Bitte, klärt eure Kinder auf!" Der Vater eines Mobbing-Opfers sendet eine starke Botschaft, die alle Eltern sich zu Herzen nehmen sollten.

Kinder sind manchmal gemein. Ohne sich Gedanken über das Gegenüber zu machen, sprechen sie aus, was sie denken. Dass sie andere mit ihren unbedachten Worten verletzen könnten, kommt ihnen selten in den Sinn. Wie gravierend die Folgen sein können, zeigt ein Vater aus den USA.

Sein gerade erst siebenjähriger Sohn Jackson leidet am Treacher-Collins-Syndrom, einer Erbkrankheit, die im Gesicht Fehlbildungen verursacht. Und genau die sorgen dafür, dass Jacksons Mitschüler ihn gemein beschimpfen und sogar als "Monster" bezeichnen. Vater Dan ist am Boden zerstört. In seiner Hilflosigkeit wendet er sich deshalb über Facebook an alle Eltern:

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Mein Herz ist gebrochen. Es fühlt sich an, als hätte man es mir aus der Brust gerissen. Dieser wunderschöne junge Mann, mein Sohn Jackson, muss sich ständigen Beleidigungen und ignoranten Kommentaren aussetzen, wie ich es noch nie erlebt habe.

Er wird jeden Tag hässlich, "Freak" und "Monster" von seinen Mitschülern genannt. Er spricht von Selbstmord... Er ist noch nicht einmal 8 Jahre alt. Er sagt, er hat keine Freunde und jeder hasst ihn.

Kinder werfen Steine nach ihm, schubsen ihn und rufen diese gemeinen Dinge... bitte, bitte nehmt euch die Zeit und stellt euch vor, das wäre euer Kind. Nehmt euch eine Minute und klärt eure Kinder auf über Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Sprecht mit ihnen über Mitgefühl und Nächstenliebe.

Seine Krankheit heißt Treacher-Collins-Syndrom. Vielleicht lest ihr dazu etwas nach. Er musste bereits schreckliche Operationen ertragen und muss auch in den kommenden Jahre weitere über sich ergehen lassen.

Wie dem auch sei, ich könnte ewig weiter machen - aber bitte klärt eure Kinder auf. Bitte teilt das. So etwas sollte nicht passieren... niemandem.

Dan will die Unsicherheiten der Menschen aus dem Weg räumen.

Vater Dan möchte mit seinem Post Aufmerksamkeit erregen. Er möchte, dass Eltern offen mit ihren Kindern über Behinderungen und Einschränkungen sprechen. Nicht nur für seinen Sohn, sondern für alle Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Er möchte, dass Kinder und Erwachsene die Scheu vor dem Unbekannten und vielleicht auch Befremdlichen verlieren. Wir kommen eigentlich selten bis gar nicht mit Menschen in Kontakt, die mit einer Behinderung leben. Deshalb fühlen wir uns hilflos und überfordert, wenn es soweit ist. Vielleicht zeigen wir auch mit dem Finger darauf, aus Unsicherheit aber besonders aus Unwissenheit.

Genau diese Gefühle der Unsicherheit möchte Dan in uns brechen. Denn sein Sohn ist wie du und ich. Alles, was er möchte, ist akzeptiert zu werden. So wie er ist. Und das wollen wir doch alle.

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