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Ihr Baby verweigert plötzlich die Brust beim Stillen - und rettet ihr so das Leben

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 1. März 2017
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Diese Geschichte ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass die Beziehung zwischen Mutter und Kind eine ganz besondere ist.

Für junge Mütter ist es eine totale Stresssituation, wenn plötzlich etwas beim Stillen nicht klappt. Für Sarah Boyle aus England war es allerdings das Beste, was ihr passieren konnte. Denn nur weil ihr 5 Monate alter Sohn wie aus dem Nichts ihre rechte Brust ablehnte, konnten Ärzte bei ihr eine besonders seltene Form von Brustkrebs diagnostizieren.

Für Sarah Boyle war die Geburt ihres Sohnes Teddy ein doppelter Glücksgriff. Nicht nur ergänzte er ihre kleine Familie, der kleine Mann rettete der 26-Jährigen vermutlich auch das Leben. Teddy war ein wahrer Sonnenschein. Eine große Erleichterung für Sarah war, dass die beiden nie Probleme beim Stillen hatten.

​Bis Teddy zirka 5 Monate alt war und plötzlich wie wild anfing zu schreien, wenn Sarah ihn stillen wollte. Sofort fiel ihr auf, dass der Kleine nur tobte, wenn sie versuchte, ihm die rechte Brust zu geben.

Am Anfang tat Sarah dieses Verhalten nur als eine Phase ab. Dachte sich nicht viel dabei. Doch als das Geschrei anhielt, suchte sie ihren Gynäkologen auf. Schon vor ihrer Schwangerschaft hatte Sarah eine Zyste in ihrer Brust entdeckt. Eine Untersuchung ergab damals, dass davon keine Gefahr ausging. Als Sarah ihrem Arzt jetzt von den Schreiattacken ihres Sohnes beim Stillen erzählte, beruhigte er sie erneut und schickte sie nach Hause.

​Doch das Still-Problem blieb bestehen. "Ich hatte absolut keine Probleme mit meiner linken Brust", so Sarah. "Doch jedes Mal, wenn ich es mit der rechten versuchte, fing er an zu schreien und wurde sehr wütend. Er wollte nicht einmal in die Nähe."

Die junge Mutter gibt nicht auf

Sarah fand keine Ruhe und suchte rund einen Monat später ihren Arzt erneut auf. Diesmal forderte sie eine genauere Untersuchung.​ "Ich hatte das Gefühl, Teddy wollte mir etwas sagen. Es war, wenn man so will, ein mütterlicher Instinkt", so die 26-Jährige.

​Tatsächlich erhielt die junge Mutter zwei Wochen nach ihrer Biopsie die Nachricht, dass sie Krebs hat. Sarah litt an einem dreifach-negativen Mammakarzinom, einer Form von Krebs, die für Frauen ihres Alters relativ selten ist.

Teddy rettete ihr das Leben

"Ich war am Boden zerstört, aber auch so stolz auf Teddy", so die Mutter. "Der Krebs innerhalb der Zyste war seit drei Monaten gewachsen - das war ziemlich genau der Zeitpunkt, als Teddy nicht mehr von meiner rechten Brust trinken wollte."

​Mit der Krebsdiagnose musste Sarah das Stillen komplett einstellen um sich einer Chemotherapie zu unterziehen. Aktuell hat Sarah die Hälfte ihrer Chemotherapie hinter sich. "Es war sehr traurig, meine Haare zu verlieren", so Sarah. "Aber ich probiere seitdem viele Perücken und zu Hause laufe ich auch mit Glatze rum".

Sarah will, dass so viele Frauen wie nur möglich von ihrer Geschichte erfahren. "Ich habe nie daran gedacht, dass ich so jung schon an Krebs erkranken könnte", sagt sie. "Ich will, dass andere Frauen aufmerksam sind und Knoten in ihrer Brust regelmäßig checken lassen."

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