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Gericht bestätigt: Babypuder ist krebserregend!​ Worauf ihr jetzt achten müsst

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 23. August 2017
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Kann man durch Puder Krebs bekommen? Wir verraten euch, ob euer Babypuder sicher ist und worauf ihr jetzt achten müsst.

In den USA sind sich aktuell tausende Frauen einig: Babypuder von Johnson & Johnson ist krebserregend. Das bestätigte nun sogar ein Gericht. Die Amerikanerin Eva Echeverria verklagte den Konzern, nachdem sie 40 Jahre lang das Puder im Genitalbereich nutzte und das bei ihr Eierstockkrebs ausgelöst haben soll.

Das Gericht im kalifornischen Los Angeles bestätigte den Vorwurf und verurteilte Johnson & Johnson zu einer Schadensersatzzahlung von 417 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 354 Millionen Euro). Die 63-jährige Klägerin Echeverria gab an, das Babypuder seit ihrem 11. Lebensjahr auf ihrem Perineum, also dem Bereich zwischen Vagina und After, aufgetragen zu haben.

2007 wurde Echeverria mit Eierstockkrebs diagnostiziert und wie die 'New York Times' berichtet, hörte sie kurze Zeit später von einer anderen krebskranken Frau, die Johnson & Johnson wegen seines Babypuders verklagte. So zog auch sie gegen den Konzern vor Gericht und bekam nun Recht.

Wie gefährlich ist das Puder?

Doch die Frage bleibt: Ist Babypuder wirklich krebserregend? Eindeutig nachgewiesen ist es nicht, doch die Internationale Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation stuft den im Puder enthaltenen Talk als möglicherweise krebserregend ein, wenn es auf dem Perineum angewendet wird. Eine Mengenangabe, die gefährlich werden kann, nennt die Agentur aber nicht.

In einem Report des amerikanischen Krebsinstituts von April 2017, auf den sich Johnson & Johnson beruft, heißt es allerdings, dass die Studien bisher keinen Zusammenhang zwischen dem Babypuder im Genitalbereich und Eierstockkrebs feststellen konnten. Eindeutig ist die Studienlage also nicht.

Worauf Frauen bei Babypuder achten sollten

Unabhängig von dem Verwenden oder Nicht-Verwenden von Babypuder sei das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken aber ohnehin extrem gering, wie die BBC berichtet. Diese Form von Krebs sei eine so seltene Erkrankung, dass selbst ein erhöhtes Risiko noch ein sehr kleines Risiko bleibe.

Frauen, die Babypuder nutzen und sich nun trotzdem Sorgen machen, sollten alternativ auf Puder ohne Talk zurückgreifen.

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vom Redaktionsteam