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Christine Neubauer im Interview zu "Heiße Spur"

Interview mit Christine Neubauer

 

Christine Neubauer als Milla Boone © ZDF / Villas - Interview mit Christine Neubauer
Christine Neubauer als Milla Boone © ZDF / Villas
Sie haben die Romanvorlage zum Film entdeckt. Was hat Sie daran so fasziniert?
Das war auf dem Weg zu Dreharbeiten in Namibia. Ich kaufte mir am Münchner Flughafen eine Reiselektüre und griff zufällig nach diesem Buch. Ich habe es dann gelesen bzw. verschlungen, weil mich diese Geschichte so gepackt hat - und habe auch sofort den Filmstoff darin gesehen. Diese hochemotionale Geschichte einer Frau, der an der Grenze Mexiko / USA ihr Kind geraubt wird und das dann zur Adoption freigegeben wird. Dieses Thema mag in Deutschland nicht so aktuell sein. Aber diese schreckliche Situation, wenn man sein Kind verliert, ist weltübergreifend. Ich denke, dass schlimmste für diese Mutter ist es, dass sie nie die Gewissheit hat, was mit ihrem Kind passiert ist. Mit dem Tod muss man sich irgendwann abfinden, aber diese Ungewissheit ist schwer zu ertragen. Ich bin ja selbst Mutter - und ich denke, dass ist das ist eines der schlimmsten Dinge, die einer Mutter passieren können.
Als Milla im Film ihren Sohn endlich wiederfindet, verzichtet sie auf ihn, um ihm nicht zu schaden. Ist das realistisch?
Ja! Milla zögert zwar, aber sie entscheidet sich dann für das Kind. Die Liebe ist einfach stärker als das eigene Bedürfnis, ihren Sohn bei sich zu haben.
Hätten Sie die Stärke, sich genauso selbstlos zu verhalten?
Ich würde ganz genauso handeln! Einfach für das Wohl des Kindes: Im Film ist der Junge ja schon als Baby adoptiert wurden. Es wächst in besten Verhältnissen auf. Es da herauszureißen, würde ihm nur schaden.
Scheinbar macht sich Milla  vorher keine Gedanken, was passiert, wenn sie ihren Sohn eines Tages findet. Warum?
Ich hatte mit einer Mutter Kontakt, die ihr Kind verloren hat. Sie hat mir bestätigt, dass das, was Milla durchlebt sehr realistisch, sehr nachvollziehbar ist. Diese Ungewissheit, die verzweifelte Suche nach dem Kind, denkt nicht an die Möglichkeit, was passiert, wenn man es tatsächlich findet.
Am Ende des Films kommt ihr Sohn doch noch zu Milla. Soll dieser Schluss versöhnen?
Es ist schon ein Happy End. Aber nicht im klassischen Sinne. Dafür war das, was man davor gesehen hat, zu emotional, zu aufregend. Und doch ist das Ende die Erfüllung für MIlla. Sie hat ihren Sohn wiedergefunden.

Lesen Sie hier den 2. Teil des Interviews mit Christine Neubauer!




  
  

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Veröffentlicht von Angelika Zahn
am 05/10/2009
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