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Trauriges Familiendrama: Trump lässt diese Frau nicht zu ihrer krebskranken Mutter reisen

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 31. Januar 2017
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"Wie soll ich meinen Kinder beibringen, dass dies ein freies Land ist?"

Als eine seiner ersten Amtshandlungen führte der neue US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot für Menschen aus sieben muslimisch geprägten Ländern ein. Diese Anordnung, die angeblich zur Sicherheit des amerikanischen Volkes beitragen soll, führt momentan vor allem dazu, dass Familien auseinander gerissen werden und selbst Menschen, die seit Jahren in den USA leben, nicht mehr dorthin zurück dürfen.

Nun teilte eine Frau aus Syrien ihren Erfahrungsbericht, der uns wirklich erschüttert. Sahar Algonaimi flog in die USA, um sich auf Wunsch ihrer Schwester Nour Ulayyet um ihre krebskranke Mutter zu kümmern. Mutter und Schwester leben bereits seit vielen Jahren in den USA. Doch bereits bei ihrer Ankunft in Chicago wurde Sahar aufgehalten und schließlich in ein Flugzeug nach Saudi-Arabien gesetzt. Dort lebt und arbeitet sie als Lehrerin.

Dabei hatte die 58-Jährige ein gültiges Visum und war erst im Jahr zuvor das letzte Mal in die USA gereist. Im Gespräch mit der 'Huffington Post' erklärt Sahars Schwester Nour, dass sie am Telefon versuchte, mit den Beamten am Flughafen zu verhandeln. "Er war sehr nett, sehr verständnisvoll, aber er sagte: 'Wenn ich wirklich helfe, würde ich das Gesetz brechen und ich werde nicht das Gesetz brechen'", so Nour.

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Auch die Bitte, dass Sahar nur für wenige Stunden ihre kranke 78-jährige Mutter sehen dürfte, wurde abgelehnt. Stattdessen sollte die Syrerin Papiere unterzeichnen, die ihr Visum ungültig machten. "Ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie viel Trauer ich spüre und wie sehr wir uns ungerecht behandelt fühlen", erklärt Nour.

Nour hat selbst vier Kinder und war auf die Unterstützung ihrer Schwester angewiesen, um sich um ihre kranke Mutter kümmern zu können. Nun ist sie weiterhin auf sich alleine gestellt. "Wegen solcher Situationen haben wir Syrien überhaupt verlassen", meint sie. "Ich habe Syrien nicht verlassen, um so behandelt zu werden."

"Das ist ein unmenschliches Gesetz", so Nour weiter. "Ich bin Staatsbürgerin und ich habe das Recht, dass mich Familienangehörige besuchen dürfen. (...) Wie soll ich meinen Kinder beibringen, dass dies ein freies Land ist? Wie kann ich meinen Kindern so beibringen, dass wir auf einander Acht geben müssen?"

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