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Krimi

Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten

 - Elisabeth Herrmann: Zeugin der Toten
Worum geht's?
In der Wohnung einer Toten stößt Tatortreinigerin Judith Kepler auf ein Stück eigene Vergangenheit. Ihre Heimakte aus dem DDR-Kinderheim ruft unangenehme Erinnerungen wach, vor allem aber die Frage: Was wollte die ermordete Frau mit den Unterlagen? Neugierig beginnt Judith zu recherchieren und stößt dabei auf ein unrühmliches Stück DDR-Geschichte, das untrennbar mit ihrem eigenen Schicksal verbunden ist. Sie kehrt an die Schauplätze ihrer verhassten Kindheit zurück, um eine Verbindung zu der Ermordeten zu suchen. Plötzlich steht sie vor den Trümmern ihrer eigenen Identität und gerät selbst ins Visier der Mörder. Ein weit verzweigtes Netz aus Spionage und Verbindungen, die Mauerfall und Kalten Krieg überdauert haben, spannt sich zunehmend enger um Judith, die sich auf einmal von Polizei, Verfassungsschutz und BND gejagt sieht. Mit Hilfe des Ex-BND-Agenten Quirin Kaiserley dringt sie immer tiefer zu einem unglaublich klingenden Ereignis aus dem Jahr 1985 vor. Aber kann sie Kaiserley wirklich vertrauen?

Sie werden dieses Buch lieben, wenn...
Sie sich - vor der Kulisse jüngerer deutscher Geschichte - für spannende Verstrickungen internationaler Politik und die Machenschaften der Geheimdienste interessieren.

Sie werden dieses Buch nicht mögen, wenn...
Sie einer scheinbar harten, bindungsunfähigen Frau mit schwerer Drogenvergangenheit und einem Job, der ein Maximum an Gefühlskälte verlangt, nichts abgewinnen können.

Lieblingsstelle:

Die Täter von damals fühlen sich von Judiths eigenmächtigen Ermittlungen bedroht und greifen zu einem ungewöhnlichen Mittel, um sie zu stoppen. Der ehemalige Junkie bekommt gegen seinen Willen einen Schuss Heroin injiziert:

"Ein Feuerwerk explodierte direkt hinter ihrer Stirn. Den Stich spürte sie kaum noch. Aber dann kam die Wärme, die sich in ihr ausbreitete. Eine gewaltige, unendlich hohe Welle, die sie mitnahm nach oben und hochhob, weit hinauf, unaufhaltsam, dem Schrecklichen, dem Schönen entgegen.
Milliarden Sonnen flogen an ihr vorbei, hinein in ein schwarzes Nichts. Judith löste sich auf, schneller, als es jemals geschehen war. Sie ließ ihren Körper zurück und setzte sich auf die Schwingen ihrer Seele wie auf einen riesigen Adler, der sie hochhob und davontrug."



Fazit:
Obwohl das Thema in der Kriminalliteratur schon häufig verarbeitet wurde, ist es Judith Herrmann gelungen, die oft zweifelhaften und gerne verschwiegenen Aktivitäten von Geheimdiensten zu einer spannenden Geschichte zu verweben. Fernab von Agententhrillern im James Bond-Stil taucht der Leser in ein Ereignis ein, bei dem politische Interessen vor ein  Einzelschicksal gestellt und die betroffenen Menschen rücksichtslos dem "Gemeinwohl" geopfert werden. 

Judith Kepler ist eine von Leben gezeichnete Frau, die nach ihrer einsamen Kindheit im DDR-Kinderheim auf die schiefe Bahn geraten ist und sich mühsam in die Welt zurückgekämpft hat. So überrascht es nicht, dass sie ihren Job als Cleaner emotionslos verrichtet und Blutspuren, Ungeziefer und Einschusslöcher mit dem akribischen Interesse einer Hobbyermittlerin betrachtet. Irritierend dagegen ist die Kaltblütigkeit, mit der sie in fremde Wohnungen einbricht, Jagd auf einen BND-Agenten macht  und sich in eine Reihe gefährlicher Situationen begibt, ohne die Konsequenzen zu überblicken. Menschliche Eigenschaften wie Angst oder Selbstreflexion scheinen Judith völlig zu fehlen, was sie nicht gerade zu einer Sympathieträgerin macht.

Das Buch bleibt spannend bis zum letzten Satz. Der immer größer werdende Kreis der Tatverdächtigen und einige geschickt ausgelegte Finten regen zu eigenen Spekulationen an und machen neugierig auf die Auflösung des Falls.

'Zeugin der Toten' erscheint am 2. März 2011 im List Verlag. Auf vorablesen.de können Sie schon jetzt in das Buch reinlesen und eine Rezension schreiben.

Hier können Sie das Buch kaufen: Zeugin der Toten




ml

  

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Veröffentlicht von Maria Luckey
am 11/02/2011
Die Lesernote:5/5 
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