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Der alltägliche Wahnsinn Schule

Frau Freitag: Chill mal Frau Freitag

© Ullstein - Frau Freitag: Chill mal Frau Freitag
© Ullstein
Worum geht's?
An Frau Freitags Schule in einer deutschen Großstadt geht es immer voll ab. Vor allem in ihrer eigenen Klasse: „Hitler hat die Mauer gebaut“, glauben Abdul und Ronnie. Yusuf und Mohamad rappen im Unterricht oder imitieren Vogelstimmen, während Miriam ihr Berufsziel „einen reichen Mann heiraten“ verfolgt und sich vor den Augen der Lehrerin schminkt.

Frau Freitag wäre aber nicht Frau Freitag, wenn sie angesichts der trostlosen Lage resignieren würde. Mit Kampfgeist und ganz viel Humor mobilisiert sie sich jeden Tag aufs Neue und stellt regelmäßig fest: „Ich habe den schönsten Beruf der Welt.“

Sie werden dieses Buch lieben, wenn...
Sie a) selbst unterrichten b) schon immer wissen wollten, was das für Menschen sind, die freiwillig als Lehrer arbeiten, und c) ein Faible für Realsatire mit ganz viel Herz haben.

Sie werden dieses Buch nicht mögen, wenn...
Sie Schule im Allgemeinen und Lehrer im Besonderen noch nie leiden konnten, Ihnen die Auseinandersetzung mit unserem Bildungssystem auf die Nerven geht und Sie finden, dass die Jugend von heute sowieso nichts taugt.

Lieblingsstelle:
Frau Freitag ist wieder mal am Ende ihrer Geduld mit Yusuf, der im Unterricht Vogelgezwitscher anstimmt. Mehr schlecht als recht, wohlgemerkt. Auch als Rapper oder Hunde-Imitator taugt Yusuf nicht viel. Frau Freitag ist genervt:
Ich schleiche mich wieder zu ihm, diesmal von hinten. Und schreie ihm ins Ohr: "SEI DOCH MAL LEISE!" Er zuckt erschrocken zusammen. "Aua, mein Ohr. Mir platzt ja das Trommelfell.“ „Und ich hab schon einen Tinnitus von deinem ewigen Gelaber und Rumgeschreie.“ „Aber Frau Freitag, ich bin doch Araber. Haben Sie nicht gesehen, bei Kaya Yanar? Wir Araber sind so laut.“ „Aber Yusuf, es gibt doch auch leise Araber.“ „Ja, aber das sind dann wahrscheinlich Ägypter. Wir sind ja Palästinenser.“ Gut, dass er das sagt, wäre ich im Leben nicht drauf gekommen. „Yusuf, aber nicht alle Palästinenser schreien ständig so rum oder bellen.“ „Hmm“, er denkt nach, „vielleicht kommt das auch von zu Hause.“ „Ja, könnte sein“, antworte ich, etwas netter. Als Geste der Versöhnung lass ich ihn die Arbeitsmaterialien, die ich ausgegeben habe, einsammeln und lobe ihn, dass er in den letzten drei Minuten des Unterrichts etwas ruhiger war. Irgendwie ist er ja auch süß, auf seine Art. Wenn man ihn fermentieren könnte, gäbe er ein super Blutdruckmittel ab.

Fazit: 
Lehrer sind auch nur Menschen. Und wie menschlich sie sind, zeigt uns Frau Freitag. Zwischen Rap und Ramadan battelt sie sich durch den Alltag an ihrer Brennpunktschule. Ein Ort des Grauens könnte man meinen. Doch Frau Freitag stellt gleich nach ein paar Seiten klar: "Ich bin Lehrerin und ich bedauere jeden, der nicht Lehrer sein kann."

Klingt zunächst wie ein Mantra, doch im Verlauf der unglaublich kurzweiligen Episoden merkt der Leser schnell: Sie meint es ernst. Frau Freitag liebt ihren Beruf und ihre Schüler. Klar, auch ihr gehen manchmal die Nerven durch, doch dank ihres Humors und weil sie sich selbst nicht so ernst nimmt, bekommt sie früher oder später jedes Problem in den Griff. Zusätzliche Unterstützung bekommt sie außerdem von ihren Freundinnen, die wie sie unterrichten.

Für Frau Freitag ist ihre Klasse fast wie ein Partner, der zwar ab und an gewaltig nervt, aber schmerzlich vermisst wird, sobald er weg ist. In den Ferien fällt sie in ein schwarzes Loch aus Langeweile und wünscht sich den ersten Schultag herbei - unter anderem auch, damit sie wieder ganz viel von ihren Schülern lernen kann. Egal, ob Breakdance-Moves, muslimische Bräuche oder arabische Vokabeln - Frau Freitag interessiert an ihren Schülern eigentlich alles: "Ein Schüler hat mir neulich ‚Inshallah tmout‘ beigebracht. Das heißt: ‚Hoffentlich stirbst du.‘ Mal sehen, wie ich das in das nächste Elterngespräch einbauen kann.“

Nie würde Frau Freitag an einem Gymnasium unterrichten wollen: „Weil ich keine Schüler unterrichten kann, die was lernen wollen. Komisch, oder?“ Nicht komisch, sondern konsequent, denn Frau Freitag ist eine Kämpfernatur. Kurz: Sie braucht Action - und die liefert ihre Klasse frei Haus. Frau Freitag und ihre Schüler stehen zwar auf unterschiedlichen Seiten, haben aber eines gemeinsam: Sie lassen sich von den widrigen Umständen ihres Alltags nicht unterkriegen. Nach der Lektüre dieses anrührenden Buches wünscht man unseren Kindern und Jugendlichen nur noch Frau Freitags: Lehrer, die ihren Beruf mit Liebe, Witz und Leidenschaft ausüben.




'Chill mal, Frau Freitag' erscheint am 11. März 2011 im Ullstein Verlag. Auf vorablesen.de können Sie schon jetzt in das Buch reinlesen und eine Rezension schreiben.




Hier können Sie das Buch kaufen: Chill mal, Frau Freitag: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin




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Veröffentlicht von
am 21/02/2011
Die Lesernote:4.8/5 
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