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Jennifer Aniston im Interview zu 'Wir sind die Millers'

Jennifer Aniston in Berlin bei der Premiere ihres neuen Films 'Wir sind die Millers'. © Getty Images - Jennifer Aniston im Interview zu 'Wir sind die Millers'
Jennifer Aniston in Berlin bei der Premiere ihres neuen Films 'Wir sind die Millers'. © Getty Images
Im Prinzip ist es doch so: Wir gucken uns einen Kinofilm an und anschließend ist uns der jeweilige Schauspieler sympathisch oder eben nicht. Beim zweiten und dritten Film, den wir mit diesem Schauspieler sehen, festigt sich meist das Bild, das wir uns von ihm gemacht haben.

So bleibt George Clooney der schlaue, ewig charmante Verführertyp, Daniel Craig der sexy Muskel-Agent mit Superausrüstung, Meryl Streep die Charakterdarstellerin mit Tiefgang. Und Jennifer Aniston? Die ist auf die Rolle der Ulknudel abonniert. Ich muss zugeben: Sympathisch macht sie mir das nicht. Natürlich ist klar, dass man nicht von einer Rolle auf den Menschen dahinter schließen kann. Aber so ganz davon frei machen kann ich mich auch nicht.

Während ich im schicken Berliner 'Hotel de Rome' auf mein Interview mit Jennifer Aniston warte, frage ich mich: Werde ich heute eines Besseren belehrt, oder wird das jetzt das "lustigste" Interview meines Lebens? Anlass des Treffens ist Jennifers neuer Film 'Wir sind die Millers'. Hier spielt sie eine notorisch unter Geldsorgen leidende Stripperin, die sich zusammen mit ihrem Nachbarn und zwei einsamen Kindern als Familie Miller ausgibt, um für einen Batzen Geld Drogen über die amerikanisch-mexikanische Grenze zu schmuggeln. Und auch in diesem Film zeigt sich Jennifer wieder von ihrer witzigen Seite - daran ändert auch die sexy Striptease-Szene nichts.

Wann haben Sie eigentlich zum ersten Mal bemerkt, dass Sie Leute zum Lachen bringen können?

Jennifer Aniston: Da war ich noch ein Kind! Ich habe mich in der Schule vor der Tür immer viel wohler gefühlt als im Klassenzimmer. Und so habe ich meine Mitschüler so lange zum Lachen gebracht, bis ich rausgeflogen bin. Ich war wirklich eine schlimme Schülerin ...

Humor macht ja durchaus sexy. Was macht in Ihren Augen eine Frau attraktiv?
Selbstbewusstsein, definitiv. Und dass man an sich selbst glaubt. Man muss nicht super fit und top in Form sein dafür. Man muss sich selbst lieben. Ich denke, dass wir Frauen regelrecht besessen davon sind, dünn sein zu müssen. Das ist wirklich ungesund!

Aber was kann man machen, wenn man kaum Selbstbewusstsein hat?
Man muss daran arbeiten, dass es einem egal ist, was die Anderen denken. Man muss mit sich ins Reine kommen und zulassen, manchmal auch verletzlich zu sein. Was man auch braucht ist jemand, der einem Mut macht, jemand, der einem sagt, dass das, was man tut, gut ist und dass man weitermachen soll.

Problematisch ist es natürlich, wenn schon junge Frauen versuchen, Hollywood-Idealen nachzueifern ...
Ich weiß! Die Frauen versuchen, jemand anderes zu sein als sie selbst. Das ist wirklich schade. Sie legen sich unters Messer, verändern ihre Gesichter. Und das so lange, bis von ihnen selbst und ihrer ursprünglichen Schönheit nichts mehr übrig ist.

Was ist denn Schönheit für Sie?
Die Menschen haben falsche Vorstellungen davon, was Schönheit ist. Mir ist das zum Beispiel beim Thema Altern aufgefallen. Sobald eine Frau die 40 überschritten hat, wird sie mit Sätzen wie "Für dein Alter siehst du aber noch gut, jung, was auch immer aus". Was soll denn "für dein Alter" bitte heißen? Es ist doch nicht so, dass mit 40 ein Alarm losgeht und der Körper verfällt! Es wäre so schön, wenn die Menschen in Würde altern könnten ...

Gelingt Ihnen das?
Ja, ich denke schon. Ich habe zum Glück einen Freund, der mich umbringen würde, wenn ich etwas an meinem Gesicht verändern würde.

In 'Wir sind die Millers' spielt Jennifer Aniston eine Stripperin. © Warnerbros.
In 'Wir sind die Millers' spielt Jennifer Aniston eine Stripperin. © Warnerbros.
Wie kommen Sie mit all den Gerüchten um Ihr Privatleben klar?

Ich kenne die Wahrheit. Das ist manchmal so als würde ich einer anderen Person zugucken, die nichts mit mir zu tun hat. Die Leute verschwenden ihre Zeit mit den erfundenen Geschichten über mich. Das ist einfach nur sinnlos.

Ihnen wurde schon so viel angedichtet ...
Ja, wirklich! Hochzeit, Schwangerschaft, und das nicht nur einmal. Gibt es eigentlich nichts anderes, über das man reden kann? Ich verstehe echt nicht, warum manche Menschen davon so besessen sind.

Sprechen Sie manchmal mit Kollegen über Gerüchte, die über sie alle verbreitet werden?
Nein, wir reden über den Film, über unsere Hunde oder Babys, über den letzten Urlaub. Mich fragt doch kein Kollege, ob ich an das Gerücht glaube, schwanger zu sein!

In 'Wir sind die Millers' sind David und Rose, die beiden Hauptdarsteller, zunächst nur auf der Suche nach Geld und finanzieller Unabhängigkeit. Am Ende merken sie, dass sie eigentlich nach etwas ganz anderem gesucht haben ...
Geld, Ruhm, tolle Häuser, das alles macht nicht glücklich. Das Beste, was einem passieren kann, sind gute Freunde und eine glückliche Familie. Und dass man das macht, was man wirklich machen will. Man sollte das Beste aus jedem Tag machen, höflich zu anderen Menschen sein, denn das kommt alles irgendwann zurück. Das alles macht für mich das wahre Glück aus.

Was bedeutet für Sie das Wort 'Familie'?
Ich habe Freunde, die aus völlig zerrütteten Familien kommen und die dann durch ihre langjährigen Freunde eine neue Familie gefunden haben. Meine Brüder und Schwestern, meine Mutter und meine Freunde sind alles für mich. Freunde sind für mich etwas, das man sich aussuchen kann. Familie ist da, wo Liebe ist.


Ganz ehrlich: Ich bin nach diesem Interview beeindruckt. Jennifer Aniston eine ewig witzelnde Ulknudel, die nicht mehr zu sagen hat als die eher flachen Charaktere, die sie in der Mehrzahl ihrer Filme spielt? Weit gefehlt! Jennifer Aniston ist eine sehr gelungene Mischung aus unverstellter Natürlichkeit, Reife, Nachdenklichkeit und natürlich Humor. Toll! Genau wie der Film übrigens. Nur die Striptease-Szene hätten man weglassen können. Jennifer Aniston überzeugt nämlich angezogen noch viel mehr.

> 'Wir sind die Millers' läuft ab dem 29. August ins Kino.




jw

  

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Veröffentlicht von
am 29/08/2013
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