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"Plus-Size und vollbusig" - Diese Schülerin wird von ihrer Lehrerin bloßgestellt

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 15. September 2017
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Weil ihr Outfit angeblich gegen die Kleiderordnung verstößt, stellt eine Lehrerin diese Schülerin vor ihrer gesamten Klasse bloß.

Wir haben schon oft genug von angeblichen "Verstößen" gegen die Kleiderordnung in Schulen gehört, die uns einfach nur Kopfschütteln bereiten. Dabei werden fast ausschließlich weibliche Schülerinnen dafür angeklagt, dass sie "zu viel Haut" zeigen. Das zerstört nicht nur das Selbstbewusstsein der Mädchen, sondern sorgt auch für eine völlig fehlgeleitete Sexualisierung dieser Minderjährigen.

Nun erreicht uns eine weitere derartige Kleiderordnungs-Story und sie übertrifft wirklich alles bisher dagewesene in Sachen Unverschämtheit. Melissa Barber postete das Erlebnis, das ihrer 17-jährigen Tochter Kelsey Anderson an ihrer Highschool widerfuhr, auf Facebook.

Die Mutter aus dem US-Bundesstaat Missouri teilte zu der Geschichte auch ein Bild ihrer Tochter in dem Outfit, das dafür gesorgt hatte, dass Kelsey nicht nur aus dem Unterricht geschmissen wurde, sondern auch vor der gesamten Klasse bloßgestellt wurde.

Lest hier, was Kelsey erleben musste:

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Ich habe einen Anruf von der Schule bekommen, dass meine Tochter wegen eines Verstoßes gegen die Kleiderordnung zum Schulleiter geschickt wurde. (...)

Sie wurde von ihrer Pädagogik-Lehrerin Frau Morris zum Schulleiter geschickt. Als meine Tochter fragte, warum sie dorthin geschickt wurde, erklärte die Lehrerin ihr, dass "vollbusige Frauen Kleidung tragen müssen, die ihr Dekolleté bedeckt." Daraufhin sagte sie: "Plus-Size-Frauen müssen sich entsprechend kleiden." Meine Tochter wurde also gerade vor ihrer gesamten Klasse "vollbusig" und "Plus Size" genannt.

Ich wurde gebeten für ein Meeting mit der Beratungslehrerin und dem Schulleiter in die Schule zu kommen. Der Schulleiter nahm die Lehrerin in Schutz und sagte: "Naja, wir hatten noch nie ein Problem mit ihr." Ich erklärte ihm, dass meine Tochter gerade von ihrer Lehrerin vor der gesamten Klasse sexualisiert wurde. Sie schämte sich und war sichtlich betroffen. Sie bat die Klasse wechseln zu dürfen. Er lehnte das ab. Er nahm die Lehrerin weiter in Schutz. Ich erkannte, dass wir nicht weiterkamen. Ich war kurz davor meine Nerven zu verlieren. Ich nahm meine Tochter an die Hand und wir gingen.

Ich weigere mich, meine Tochter in einer Situation zu lassen, wo ihr Selbstbewusstsein völlig zerstört wird. Sie ist hier um zu lernen. Die ganze Zeit verpasste sie einen Teil ihrer Bildung, weil wir in einem Raum saßen und über ihre Brüste diskutierten. Wie oft passiert das euren Söhnen? Es scheint, als wäre das nur ein Weg, unsere Mädchen von ihrer Bildung abzuhalten.

Mittlerweile haben Melissa und ihre Tochter eine Anwältin eingeschaltet. Sie hoffen, dass diese durchsetzen kann, dass Kelsey die Klasse wechseln kann. Im Endeffekt geht es nämlich um Kelseys Werdegang in der Schule und die Tatsache, dass ein Kleidungsstück dafür sorgt, dass sie Bildungschancen verpasst. Seit dem Vorfall hat sich die 17-Jährige nämlich nicht wieder in die Schule getraut.

"Ich wurde ausgerechnet von meiner Lehrerin so vor der gesamten Klasse bloßgestellt", sagt Kelsey selbst im Gespräch mit 'Scary Mommy'. "Als ich mit dem Schulleiter sprach, meinte er, er hätte noch nicht zuvor davon gehört, dass ich gemobbt wurde, und daher glaubte er mir kein Wort."

Außerdem sagt die Schülerin, ihr sei es wichtig, dass die Welt von ihrer Geschichte erfährt, damit dieser Erlebnis ein Einzelfall bleibt. "Ich will einfach nicht, dass andere Mädchen das durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe."

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