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Model bekommt Vergewaltigungsdrohungen - wegen dieses Fotos

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 9. Oktober 2017
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Für das Werbefoto eines Sportbekleidungs-Riesen tat sie etwas, was unter Models sonst sehr unüblich ist. Daraufhin wurde sie böse attackiert.

Das schwedische Model Arvida Byström ist nicht nur eine hübsche junge Frau, sondern sie ist auch Feministin. Gängige Schönheitsideale stellt sie mit ihren Bildern und eigenen Fotografien gern in Frage. Wie gerufen schien ihr deshalb der Job, einen neuen Adidas Sneaker zu bewerben.

Auf dem Bild sieht man Arvida, eine schöne, schlanke, blonde, junge Frau in einem weißen Spitzenkleid. Auf den ersten Blick scheint das Bild nicht weiter ungewöhnlich.

Doch wer genauer hinschaut sieht, das der zu bewerbende Schuh von Arvida mit nicht rasierten Beinen präsentiert wird. Für das Model selbst keine Besonderheit, denn sie wehrt sich schon lange gegen standardisierte Schönheitsideale und kämpft für mehr Selbstbestimmung bei Frauen - eben auch durch das "Tragen" ihrer natürlichen Körperbehaarung.

Und auch wenn der 26-Jährigen klar war, dass das Foto Aufsehen erregen würde, mit solchen negativen Antworten und Nachrichten hätte sie nicht gerechnet. "Eklig", "Zu haarig" oder "Einfach zum kotzen" waren harmlose Kommentare unter ihrem Bild. Was das Model wirklich aus der Bahn geworfen hat, waren Nachrichten, in denen Menschen ihr Gewalt androhten.

Deshalb wendet sich Arvida noch einmal in einer persönlichen Nachricht an die Menschen, die sie so attackieren:

"Mein Foto aus der @adidasoriginals Superstar Kampagne hat in der letzten Woche viele fiese Kommentare bekommen. Ich, eine gesunde, weiße, weibliche Frau mit einem einzigen 'unpassenden' Merkmal, nämlich ein bisschen Beinbehaarung. Tatsächlich habe ich dafür Vergewaltigungsdrohungen bekommen. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, was es bedeutet, all diese Privilegien nicht zu haben und trotzdem in dieser Welt zurecht kommen zu müssen.

Ich schicke euch Liebe und versuche, euch zu erinnern, dass nicht jeder die selben Erfahrungen als Mensch macht. Danke auch für eure Liebe, davon habe ich auch viel erhalten."

Arvida möchte, dass Menschen begreifen, dass jeder über sich selbst bestimmen kann und sollte. Niemand sollte sich einer Norm unterwerfen müssen. Niemand sollte etwas tun, nur um 'dazuzugehören'. Und niemand sollte angegriffen werden, nur weil er etwas anderes mag als die breite Masse.

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