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Diese frischgebackene Mutter reagiert schlagfertig auf ungebetene Tipps zu ihrer Figur

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 18. April 2017

"Mein Körper muss nicht eingewickelt, gequetscht oder verändert werden."

Kelly Howland war kürzlich mit ihrem 2 Wochen alten Baby zum Einkaufen unterwegs, als eine völlig fremde Frau sie ansprach. Die frischgebackene Mama trug ihr Neugeborenes in einem Tragetuch vor der Brust und daher war es für Kelly zunächst nicht weiter ungewöhnlich, dass die Fremde sie im Supermarkt auf die Kleine ansprach und mehr über sie wissen wollte.

Doch dann entpuppte sich das eigentliche Motiv der Frau: Sie war Verkäuferin für 'It Works' - ein Unternehmen, das unter anderem Body Wraps anbietet, um die Haut zu straffen und Dehnungsstreifen zu reduzieren. Sofort war Kelly klar, das sie angesprochen wurde, weil sie für die Verkäuferin "leichte Beute" war.

Denn gerade kurz nach der Geburt sind Mütter von etlichen Unsicherheiten geplagt. Das neue Baby und all die Sorgen, die sich frisch gebackene Mütter machen sind ein Faktor. Aber auch der veränderten Körper und das 'neue' Aussehen beschäftigen viele Mütter bereits kurz nach der Geburt.

In einem ehrlichen Facebook-Post gibt Kelly nun Kontra und erklärt, warum das Verhalten der Frau sie auf die Palme brachte.

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(...) Ich bin mit meinem ganz offensichtlich sehr jungem Baby einkaufen. Ich bin eine neue Mama kurz nach der Geburt. Eine Frau kommt auf mich zu und spricht mich mit dem üblichen Smalltalk an. "Wie alt ist sie?" und "Wie viel wiegt sie?" Und dann stellt sie mir DIE Frage. "Haben Sie schon mal von 'It Works' gehört?" Ich sage ihr, dass ich weiß, was das ist, aber es nie genutzt habe. Sie tut ganz überrascht, gibt mir ihre Visitenkarte und zieht ihr Ding durch.

Hört mal, es stört mich nicht, dass dieses Unternehmen existiert. Ich bin auch nicht wütend auf diese Frau, denn sie ist sicherlich ein netter Mensch und versucht lediglich ihren Job zu machen und ich habe eine Menge Respekt vor Frauen, die das schaffen.

Aber lasst uns nicht so tun, als wäre es ein Zufall, dass sie gerade mich angesprochen hat. Es ist ja nicht so, als wäre sie auf jede Frau zugegangen und hätte ihr ihre Karte in die Hand gedrückt. Sie kam auf mich zu - mit meinem Baby als eindeutiger Beweis, dass ich gerade entbunden hatte.

Wir alle wissen, dass unsere Gesellschaft Müttern kurz nach der Geburt eine Menge Unsicherheiten über ihre Körper einredet, nachdem sie gerade ein kleines Wunder vollbracht haben. (...) Wir wissen Bescheid. Wir wissen alle Bescheid. Sie wusste Bescheid. Und genau deswegen sprach sie mich an.

Lasst uns diesen Druck, diese unrealistischen Erwartungen und die damit einhergehenden Unsicherheiten, die frischgebackene Mütter wegen ihrer neuen und veränderten Körper ertragen müssen, BITTE nicht unterstützen und am Leben erhalten. (...) Können wir einander stattdessen grenzenlose Anerkennung schenken für die unglaublichen Dinge, die wir geleistet haben, und unsere körperlichen Veränderungen als Symbole dieser phänomenalen Leistungen sehen, die nur unser Geschlecht erleben darf?

Mein Körper muss nicht eingewickelt, gequetscht oder verändert werden. Er muss wertgeschätzt und bewundert werden für das unglaubliche Leben, das er auf die Welt gebracht hat. DAS ist Schönheit und DAS ist alles, was wir brauchen.

Bis heute wurde Kellys Post über 16.000 Mal geteilt und die Mutter erhielt von allen Seiten positives Feedback für ihre ehrlichen Worte. Andere Mütter finden sich in Kellys Erlebnis wieder oder haben vielleicht sogar selbst solch schlechte Erfahrungen gemacht.

Doch, so erklärt Kelly im Gespräch mit der 'Huffington Post', sie lässt sich von solchen Situationen nicht unterkriegen. "Ich liebe meinen Körper für das, was er täglich leistet", so die Amerikanerin. "Ich trage den physischen Beweis meiner Lebenserfahrung auf meinem Körper, ganz besonders den meiner Mutterschaft, und ich finde keineswegs, dass das etwas ist, was ich verstecken oder entfernen muss."

von Maike Schwinum
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