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Um ihr Baby zu retten, verzichtet sie auf die notwendige Chemotherapie

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 25. September 2017
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Die schwangere Carrie verweigerte eine Chemotherapie, um ihr Baby zu retten. Dann verloren beide im Abstand von nur 2 Wochen ihre Leben.

Es ist eine unglaublich tragische Geschichte, die aktuell aus dem US-Bundesstaat Michigan um die Welt geht. Carrie DeKlyen opferte ihr Leben, um das ihrer ungeborenen Tochter zu retten. Die 37-Jährige lehnte während ihrer Schwangerschaft eine Chemotherapie ab, damit ihr Baby leben kann. Nur drei Tage nach der Geburt stirbt Carrie.

Es war sicherlich keine leichte Entscheidung, als die bereits fünffache Mutter mit einem schweren Hirntumor diagnostiziert wurde. Eine Chemotherapie hätte ihr Leben um mindestens 10 Jahre verlängert, versicherten ihr die Ärzte, doch sie müsste ihre Schwangerschaft abbrechen. Carrie entschied sich gegen den Abbruch und dadurch auch gegen die Chemotherapie.

Ehemann und Vater Nick DeKlyen erklärt im Gespräch mit der 'Detroit Free Press': "Wir sind Christen und gegen Abtreibung. Man sollte unter keinen Umständen das Leben eines Kindes beenden, glauben wir. Also entschied sich Carrie, ihr Leben für das unseres Kindes zu opfern."

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Bereits 15 Wochen vor dem errechneten Geburtsttermin müssen die Ärzte Carries und Nicks Tochter auf die Welt holen. Mutter Carrie ist zu diesem Zeitpunkt schon stark entkräftet. Nur drei Tage nach Life (Englisch für "Leben") Lynns Geburt stirbt Mama Carrie. Und nur 14 Tage später hört auch Life Lynns kleines Herz auf zu schlagen.

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"Mit großer Trauer und gebrochenem Herzen muss ich euch mitteilen, dass Life Lynn gestern gestorben ist", schreibt Life Lynns Tante, Sonya Nielson, auf Carries Facebook-Seite. "Carrie wiegt ihr Baby nun. Wir haben keine Erklärung dafür, warum das passiert ist, aber wir wissen, dass Jesus uns liebt und wir es eines Tages verstehen werden. Der Verlust ist fast unerträglich, bitte betet für unsere Familie."

Carries hinterbliebene Kinder sind zwischen 2 und 18 Jahren alt und kämpfen nun nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter, sondern müssen auch den Verlust ihres kleinen Geschwisterchens verarbeiten. Die Trauer, die die Familie verspürt, ist wohl kaum vorstellbar. Sie suchen nach Erklärungen. So sagt Sonya Nielson: "Vielleicht brauchte Carrie Life Lynn. Wir finden Trost darin, dass wir wissen, dass sie nun bei Carrie ist."

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Carrie und Life Lynn wurden zusammen beerdigt. Über eine Fundraising-Seite sammelt die Familie nun Spenden.

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