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Sie sorgt sich um ihren autistischen Sohn - bis er SO nach Hause kommt

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 14. September 2017

Der 3-jährige Amos ist autistisch und kann sich nur schwer artikulieren. Seine Mama Adrian erklärt, woran sie trotzdem erkennt, wie ihm sein erster Tag im Kindergarten gefallen hat.

Jedes Kind hat seine ganz eigene Weise, seine Gefühle und Gedanken auszudrücken. Doch behinderte Kinder oder solche mit besonderen Bedürfnissen, haben oft Schwierigkeiten, überhaupt mit anderen zu kommunizieren. So auch der 3-jährige Amos. Amos ist autistisch, was sich auf sein Verhalten und seine Fähigkeit sich auszudrücken auswirkt.

Als Amos seinen ersten Tag im Kindergarten hat, sorgt sich seine Mutter Adrian Wood um ihn. Denn der Kleine kann ihr nicht kommunizieren, wie es ihm gefällt, was er den Tag über erlebt hat und ob alles in Ordnung ist. Das fällt der Mama vor allem auf, wenn andere Leute sie ansprechen und fragen, "Wie gefällt es Amos im Kindergarten?"

Doch ein ganz besonderer Moment ließ Adrian auch ganz ohne Worte wissen, dass ihr Sohn gerne in den Kindergarten geht. Sie teilte den Moment auf ihrer Facebook-Seite.

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"Die Fragen, die ich nicht beantworten kann"

Wie hat ihm der Kindergarten gefallen?
Wie war sein erster Tag?
Wie gefällt ihm der Kindergarten?

Ich weiß es nicht, sage ich jetzt immer. Ich soll eigentlich sagen, "Super!", aber das kann ich nicht. Ich hoffe, das ist der Fall, aber ich habe wirklich keine Ahnung. Ich wünschte, ich wüsste es. Es ist unglaublich schwer es nicht zu wissen und sich immer wieder fragen zu müssen, weil das eigene Kind seine Gefühle oder seinen Tag nicht beschreiben kann.

Ich erinnere mich noch, als meine ersten drei 3-Jährigen in den Kindergarten kamen. Sie waren aufgeregt, einige nervöser als andere, und als ich sie abholte und wir nachhause liefen, plapperten sie über ihren Tag. Was sie getan haben, welche Leute in ihrer Gruppe waren, die Erzieher, wie sie gespielt haben, und sogar die Buchstaben in ihrem Namen. Ich bekam jedes kleinste Detail zu hören.

Aber bei meinem Sohn, der Autist ist? Amos? Stille. Ich habe keinen beunruhigenden Anruf bekommen und mich gefragt, was er zum Mittag gegessen hat oder ob er eingeschlafen ist. Hat er sich gewundert, warum seine Geschwister heute nicht im Bus waren?

Ich habe gesehen, wie er strahlte, als er mich aus dem Fenster an der Bushaltestelle sah. Er strahlte und hüpfte vor Freude und als ich die Treppen hoch in den Bus stieg, lachte er fröhlich und sprang in meine Arme. Ein netter Vorschüler reichte mir seinen Rucksack und dann stieg Amos die großen Stufen vom Bus hinab. Ganz alleine.

"Tschüß, gelber Schulbus", hat er gesagt. Ich glaube, das bedeutet, dass es ihm gefällt.

Obwohl Amos nicht in der Lage ist, die richtigen Worte zu finden, um zu sagen, ob und wie es ihm im Kindergarten gefällt, hat Mama Adrian ihn verstanden. Sein Strahlen, sein Lachen, sein Selbstvertrauen und sein Mut haben ihr gezeigt, dass er einen guten Tag hatte. Und vermutlich freut er sich auch auf jeden weiteren Tag im Kindergarten.

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von Maike Schwinum

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