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Diagnose Brustkrebs: Mutter stirbt nur zwei Monate nach Zwillingsgeburt

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 12. Juni 2017
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Die heimtückische Krankheit riss die junge Mutter viel zu früh aus dem Leben. Jetzt will ihre Familie andere Frauen aufklären und warnen.

Der 18. März war ein wunderschöner Tag für Kelly Owchar. Es war der Tag, an dem sie ihre kleinen Zwillingsmädchen auf die Welt brachte. Mit ihrem Mann und ihrem zwei Jahre alten Sohn war ihr Familienglück somit perfekt. Doch dann kam alles ganz anders.

Zwei Wochen nach der Geburt ihrer Babys ertastete die 30-Jährige Kanadierin einen Knoten in ihrer linken Brust. Sie dachte zunächst an einen Milchstau, weil sie ihren Zwillingen die Brust gab. Doch dann entdeckte sie einen weiteren Knoten unter ihrer Achsel.

Die ständige Müdigkeit hatte sie bislang auf ihren Kaiserschnitt geschoben, sowie auf das ständige Tragen ihrer zwei Neugeborenen und ihre quirligen Zweijährigen. Auch die Unterleibsschmerzen hatte sie sich mit den Eisentabletten erklärt, die sie nehmen musste. Mit drei kleinen Kindern wäre es ganz normal, dass sie müde und schlapp sei, dachte sich Kelly.

Aber dann wurde bei der jungen Mutter, weniger als zwei Monate nach ihrem glücklichsten Tag, Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Der Krebs hatte bereits gestreut, Kelly hatte Metastasen in ihrer Leber.

Eher zufällig entdeckt

Der Krebs wurde eher zufällig entdeckt. Kelly war mit ihren kleinen Töchtern zu einer ersten Untersuchung beim Kinderarzt. Dabei erwähnte sie gegenüber dem Arzt, dass sie Knoten ertastet hatte. Er schickte sie umgehend zur Blutabnahme und veranlasste eine Ultraschalluntersuchung. Es folgte eine Biopsie der Brust und ein MRT des Unterleibs, bei dem Metastasen in der Leber entdeckt wurden.

Die junge Mutter starb nur eine Woche später, dabei hatte sie immer gehofft, dass sie die hinterhältige Krankheit besiegen und für ihre Familie da sein könnte.

"Es ist so furchtbar jemanden zu verlieren, der so lebensfroh und positiv war", sagt ihre Schwester Rachel Orbanski gegenüber 'TODAY'. "Sie war die beste Tochter, die wunderbarste Schwester, die man sich vorstellen könnte und die allerbeste Ehefrau. Und sie war die beste Mutter für ihre Kinder. Jeder liebte sie."

Krebs kann jeden von uns treffen

Auf Kellys Wunsch hin, will die Familie nun andere Frauen aufklären und ihr Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig die Früherkennung und die frühzeitige Behandlung von Brustkrebs ist. Eine Botschaft für die sich auch Kelly in ihrem Blog eingesetzt hatte. "Wenn mein Blog irgendetwas bewirkt, dann hoffentlich zu zeigen, wie sehr Krebs das Leben so vieler Menschen in unterschiedlichster Art beeinflusst", schrieb sie.

"Kelly wollte allen jungen Frauen klar machen, dass es ungemein wichtig ist, Krebs früh zu erkennen und dass man nicht immun gegen Brustkrebs ist, nur weil man schwanger ist oder stillt", sagt Kellys Schwester. Frauen sollten deshalb jede noch so kleine körperliche Veränderungen genau beobachten.

Gerade rund um die Schwangerschaft unerlässlich

"Wer einen Knoten ertastet, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen." Eine von 3.000 Schwangeren, meist zwischen 32 und 38, erhält die Diagnose Brustkrebs.

Durch die Hormonumstellung ist es leider nicht immer einfach während und nach der Schwangerschaft und in der Stillzeit Veränderungen der Brust auszumachen. Vor allem kleine Knoten lassen sich oft nur schwer entdecken. Weil die Brust sich im Laufe der Schwangerschaft verändert, wird Brustkrebs trotz Mammography oft erst in einem späteren Stadium entdeckt. Deshalb ist regelmäßiges Brustabtasten gerade während und nach der Geburt unerlässlich.

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"Etwas in mir sagte mir, dass etwas nicht in Ordnung sei."

Kelly war mit ihren 30 Jahren die jüngste von drei Schwestern. Sie hatte ihre Sandkasten-Liebe Dwayne Owchar geheiratet, sie lebte gesundheitsbewusst, liebenswürdig und großzügig. "Ich dachte immer: Natürlich bist du müde und abgekämpft mit zwei kleinen Babys und Eric ist kein Kind, das still in der Ecke hockt", schrieb Kelly in ihren Blog.

Der Alltag mit den Zwillingen und ihrem Sohn Eric war nicht immer leicht. "Aber etwas in mir sagte mir, dass etwas nicht in Ordnung sei." Leider sollte die junge Mutter recht behalten.

Umso wichtiger ist es nun, das ernst zu nehmen, was Kelly allen jungen Frauen als Botschaft hinterlassen hat. Achtet auf euren Körper. Nehmt Warnsignale ernst. Denn Brustkrebs kann leider jeden treffen - auch eine frisch gebackene, glückliche Mutter.

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