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Skandal! Paar muss Schmerzensgeld an Nachbarn zahlen, weil ihr Baby zu viel geweint hat

Anne Walkowiak Veröffentlicht von Anne Walkowiak
Veröffentlicht am 1. April 2015

In Berlin müssen sich junge Eltern warm anziehen, denn ein Gericht hat entschieden: Schreit das Baby zu viel und werden Nachbarn davon nachweislich negativ beeinflusst, müssen die Eltern Strafe zahlen!

Dieser Fall aus Berlin lässt uns richtig wütend werden: Michelle und Frank Herrmann sind im Dezember 2013 stolze Eltern der kleinen Sarah geworden. Ihr Glück zu dritt schien perfekt. Groß war die Freude, als die drei nach einer Woche im Krankenhaus endlich nach Hause durften. Sie genossen ihre ersten Tage und Wochen und Monate.

Bis ihnen Ende September 2014 ein Anwaltsbrief ins Haus flatterte. Darin stand, dass der Mann in der Wohnung neben ihnen Klage gegen das Paar eingereicht hat. Seine Begründung: Das Schreien des Kindes sei so laut und ausdauernd gewesen, dass er einen seelischen Schaden davon getragen hätte, infolgedessen er seinem Beruf als Lehrer nicht mehr hätte nachgehen können.

Für Michelle und Frank war das ein Schlag ins Gesicht. Zum einen hatte ihr Nachbar ​sie nie darauf angesprochen und direkt Klage eingereicht. Außerdem waren die beiden gezwungen, ihrerseits einen Anwalt einzuschalten. Doch das Schlimmste ist, das Amtsgericht Berlin Mitte und Penzlauer Berg hat entschieden, dass das junge Paar ein Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro zahlen muss.

​"Das ist unfassbar", sagt Michelle in einem Interview kurz nach dem Prozess. "Wie sollen wir das denn bezahlen? Wir sind jung, haben gerade erst eine Familie gegründet. Ich bin unfassbar traurig und wütend." Doch es besteht noch Hoffnung für Michelle und Frank. Wie ihr Anwalt uns telefonisch mitteilte, wird er in Berufung gehen und den Fall erneut vor dem Landesgericht verhandeln lassen. "Es kann nicht sein, dass einem jungen Paar die Existenzgrundlage geraubt wird, bevor es überhaupt eine solche gründen konnte", so der Anwalt. "Ich sehe es als meine berufliche Plicht, den Fall der Familie Herrmann zu gewinnen und wir werden nicht aufgeben."

Und es gibt noch einen Hoffnungsschimmer für Michelle, Frank und Sarah. Ihr Anwalt verzichtet vorerst auf die Erstattung der angefallenen Kosten. Da können wir den Dreien nur die Daumen drücken. Wir hoffen, dass die Gerechtigkeit auf ihrer Seite ist und ihr Fall nicht zum Exempel für viele weitere wird. Denn Kinder schreien eben nun mal. Das gehört genauso zu ihrer Entwicklung wie das Laufen- oder Sprechen lernen.​

Huch, da haben wir uns wohl einen kleinen Scherz erlaubt ;-) April, April, ihr Lieben! Diese Meldung ist natürlich frei erfunden - ebenso wie alle Beteiligten, die darin vorkommen. Wir hoffen auf jeden Fall, dass es so einen Vorfall NIE wirklich geben wird.

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