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Babypfunde sind das neue Schlank: So feiern jetzt immer mehr Promi-Mamas ihre Extra-Kilos

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 14. Februar 2017
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Ist endlich das Ende des Schlankheitswahns in Sicht?

Normalerweise ist die Beziehung zwischen prominenten Frauen und Schwangerschaftspfunden eine sehr kurze. Kaum ist das lang erwartete Kind geboren zwängen sich die Stars in knall enge Yoga-Hosen und ersporteln ihrem Personal Trainer einen extra Urlaub.

​Und siehe da, nur 3 Wochen nach der Geburt ist der Körper wieder rank und schlank und nur das Baby zeugt von der zurückliegenden Schwangerschaft. Heidi Klum hat's so gemacht, Gisele Bündchen auch und andere Stars brauchten höchsten eine Woche länger.

Jetzt könnte man argumentieren, wenn der Körper ihr Kapital ist, dann ist das doch völlig legitim und verständlich. Ja und nein. Klar müssen Heidi, Gisele und Co. auch ihre Brötchen verdienen, aber das Signal, das sie an alle anderen frisch gebackenen Mütter schicken, ist bedenklich. Viel bewundernswerter finden wir genau deshalb Promi-Mamas wie Pink, Chrissy Teigen oder - ganz aktuell - die ehemalige GNTM-Kandidatin Sarah Kulka.

Statt davon zu sprechen, was jetzt alles getan werden muss, um die Schwangerschaftspfunde so schnell wie möglich schmelzen zu lassen, zeigen all diese Frauen, dass es völlig normal ist, nach der Geburt eines Kindes mehr zu wiegen und anders auszusehen.

"Der Druck von außen macht es uns Mamas verdammt schwer", schreibt Sara zu ihrem Post. "Alle posten 4 Wochen nach Geburt ihre Sixpacks, es ist ja schon ein Wettkampf geworden. Wer ist die Schlankste in kürzester Zeit? Ich nicht! [...]

In meiner zweiten Schwangerschaft habe ich fast 30 kg zugenommen, jetzt hänge ich auf 12 kg fest. Und jetzt erst werde ich mich mit meinem After Baby Body (irgendwie mag ich nicht die Bezeichnung) auseinander setzen. [...]

Nicht, um sofort viele Kilos zu verlieren, sondern insbesondere um wieder fit zu werden und mich für zu Hause inspirieren zu lassen, wie ich am besten Sport mit meinem Baby vereinbaren kann. Außerdem ist es nicht nur Sport, sondern auch Spielen und Zeit verbringen mit meinem Babymädchen. Allerdings lasse ich mir noch Zeit und bringe erstmal meine Rückbildung zu Ende, und starte nächsten Monat mit meinem Fitnessprogramm. Ich freue mich schon sehr darauf."

Es scheint, als fände aktuell tatsächlich ein Umdenken in den Köpfen der Menschen statt. Nicht mehr die Frauen, die schnell wieder abnehmen, werden gefeiert, sondern jene, die zeigen, was das "normale" Leben mit einem machen kann.

​Die meisten Frauen, die ein Kind bekommen haben, haben nach der Schwangerschaft mehr auf den Hüften. Schließlich musste das Kind in ihrem Körper rund um die Uhr versorgt werden. Und was 9 Monate wächst, kann einfach nicht innerhalb von ein paar Wochen mir nichts dir nichts verschwinden.

Damit Mütter sich in ihrem veränderten Körper wohlfühlen können, müssen wir aufhören über Diäten, Fett-Weg-Kurse und After-Baby-Bodys zu sprechen und stattdessen einfach SEIN. Wenn da ein Jahr nach der Schwangerschaft noch ein Bauch ist - na, dann ist das eben so! Da war ja schließlich auch ein Baby drin.

​Wann immer wir Frauen uns mit anderen vergleichen, schauen wir nur nach den Dingen, die wir nicht haben, statt uns über die Dinge zu freuen, die wir haben. Und das ist doch eigentlich ganz schön bescheuert, oder?

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