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Große Hürden und kleine Hoffnungen

 


Seit Judy mit 14 Jahren an einen 50-Jährigen verheiratet werden sollte, lebt sie in 'Umoja' © Madre - Große Hürden und kleine Hoffnungen
Seit Judy mit 14 Jahren an einen 50-Jährigen verheiratet werden sollte, lebt sie in 'Umoja' © Madre
Rebecca berichtet, wie kenianische Frauen in Unmündigkeit leben und wie ihnen Traditionen wie die Genitalverstümmelung als wertvoll verkauft werden. Die weibliche Beschneidung gehört für die meisten afrikanischen Völker noch immer zum Alltag. Rebecca Lolosoli klärt heute in Schulen darüber auf und erklärt Mädchen und Jungen, dass die weibliche Beschneidung keinerlei Vorteile hat und dass man als unbeschnittene Frau viel unbeschwerter und glücklicher leben kann.

Über ihre eigenen Erfahrungen mit der Genitalverstümmelung sagt sie: "Ich wusste damals selbst nicht, dass es etwas Schlechtes ist, obwohl ich nach meiner Beschneidung vier Wochen im Krankenhaus lag. Man hat das nie hinterfragt. Es war einfach so, weil es Tradition in der Familie war. Doch an je mehr Kongressen und Workshops ich teilgenommen habe, desto mehr wurde mir klar, dass es keinen logischen Grund dafür gibt. Die Mädchen in unserem Dorf werden nicht mehr beschnitten.“

Auch AIDS, Zwangsheirat und häusliche Gewalt sind Probleme afrikanischer Frauen, gegen die Lolosoli ankämpft. Ebenso wie die fast gänzliche Abwesenheit grundsätzlicher Frauenrechte: "Wir haben keine Rechte: Wir haben kein Recht zu essen, kein Recht zu schlafen oder zu reden. Wir haben kein Eigentum, keine Erbrechte, kein Recht auf Land oder darauf, eigene Entscheidungen treffen. Und wir sind kaum etwas wert. Wenn der Mann schläft, dürfen wir sowieso nicht essen, und in seiner Anwesenheit dürfen wir weder fragen, noch antworten."

Die Ursache dieser Probleme erklärt sie so: "Die Unwissenheit ist ein großes Problem. Das ist der Grund, warum Aufklärung und Bildung der Kinder so wichtig ist. Die Mädchen müssen so früh wie möglich lernen, was ihre Rechte sind und dass sie wertvolle Menschen sind."

Heute leben Rebecca und die anderen Frauen anders. Sie haben der alten Welt, die aus Diskriminierung, Gewalt, Armut, Kinderheirat und Verstümmelung bestand, den Rücken zugekehrt und leben nun in einer gewaltfreien Zone. Sie haben ein System aus wirtschaftlicher Eigenständigkeit, Bildung und Gesundheit auf die Beine gestellt, das sie unabhängig von ihren Männern macht.

Das Dorf: Eine einzige Provokation
Fast allen Männer des Samburu-Volkes, ein Nomadenstamm, ist das Frauendorf ein Dorn im Auge. Die Samburu gelten als einer der rückständigsten Stämme Afrikas. Von Anfang an wurde versucht, das Vorhaben der Frauen zu boykottieren. Der Preis, den Rebecca und die Frauen für ihre Freiheit gezahlt haben, war hoch: Sie mussten Todesdrohungen und wirtschaftliche Sabotagen über sich ergehen lassen, die Männer blockierten sogar die Straße, die zu 'Umoja' führt, um keine Touristen ins Dorf zu lassen.

"Soldaten schlugen uns vor den Augen der Touristen, damit diese dachten, wir seien korrupt", beschreibt Rebecca die Situation. Als die Männer sahen, wie die Frauen eigenständig Tiere schlachteten, Schmuck verkauften und Spenden sammelten, gab es immer neue Attacken. "Sie kamen, um uns Gewalt anzutun und uns zu bestehlen. Viele von uns wurden schwer verletzt und auch ich wurde fast totgetreten. Die Männer warfen mir vor, ich wäre dafür verantwortlich, dass ihre Frauen keine 'richtigen Frauen' mehr seien. Dabei waren sie einfach nur neidisch auf das, was wir erreicht haben."

Noch heute ist das Leben in 'Umoja' nicht sicher. Rebecca berichtet, dass ab und zu noch Männer mit Gewehren kommen und die Frauen bedrohen. "Wir sind weder bewaffnet noch haben wir Sicherheitspersonal. Aber wir sind gemeinsam stark."

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Veröffentlicht von
am 20/06/2012
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