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Model statt Merkel: Wie sexistische Werbung uns prägt

  

Dr. Stevie Schmiedel, Dozentin für Genderforschung und Vorsitzende von Pinkstinks. © Fischer Verlag - Model statt Merkel: Wie sexistische Werbung uns prägt
Dr. Stevie Schmiedel, Dozentin für Genderforschung und Vorsitzende von Pinkstinks. © Fischer Verlag
Dr. Stevie Schmiedel tut das, was viele Frauen und Mütter tun: Sie ärgert sich über sexistische Werbeplakate und halbnackte Bikinischönheiten in Magazinen und Fernsehshows. Was sie aber von anderen unterscheidet: Sie macht ihrem Ärger Luft.

'Pinkstinks' heißt die Organisation, die Stevie Schmiedel nach englischem Vorbild in Deutschland ins Leben gerufen hat. Deren Aufgabe: Die Öffentlichkeit auf die fatale Wirkung der eindimensionalen Darstellung von Frauen in den Medien aufmerksam zu machen. Zu zeigen, wie Mädchen von klein auf weisgemacht bekommen, dass sie schön statt klug sein sollen. Wir haben mit Stevie Schmiedel über alte Rollenbilder, Heidi Klum und Angela Merkel gesprochen.


gofeminin.de: Was hat dazu geführt, dass Sie Pinkstinks gegründet haben?

Stevie Schmiedel: Als im Frühjahr 2012 Zahlen veröffentlicht wurden, nach denen sich über die Hälfte der Mädchen in Deutschland zu dick fühlt - natürlich ohne es zu sein - , da ist mir der Kragen geplatzt. Es war zu lesen, dass Shows wie 'Germany's Next Topmodel' das Selbstbild von Mädchen extrem beeinflussen. Unfassbar! Ich hatte an der Universität gerade ein Seminar über Genderforschung und Essstörungen und dachte: 'Wir sitzen hier rum und nicken, aber es passiert nichts.' Dann habe ich bei der 'ZEIT' angerufen, und die haben einen Artikel über mich geschrieben. Nach dem Artikel haben sich viele Leute bei mir gemeldet. Das war der Anfang.

Perfekte Frauenkörper, die junge Mädchen einschüchtern.
Perfekte Frauenkörper, die junge Mädchen einschüchtern.
Sie haben Mädchen und junge Frauen zu Plakaten von H&M befragt. Was sagen die Mädchen selbst über die Werbung?

13- und 14-Jährige schüchtern diese Plakate ein, weil sie selbst ganz anders aussehen. Wenn man jedoch 15- bis 17-Jährige fragt, dann sagen die: 'Wieso, das ist doch ästhetisch. Das finden wir toll!' Da merkt man, dass die Mädchen bereits sehr von Formaten wie 'Germany's Next Topmodel' und all der sexistischen Werbung beeinflusst sind. Natürlich würden sie nie zugeben, dass diese Bilder sie unter Druck setzen.

Welche Folgen hat dieser Druck?
Das Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen hat vor zwei Jahren eine Studie herausgebracht, nach der Kinder, die Shows wie 'Germany's Next Topmodel' sehen, viel kritischer mit ihrem eigenen Körper umgehen. Mädchen, die regelmäßig diese Shows sehen, schauen sich nachher im Spiegel an und sagen: 'Ich habe nicht Größe 32 oder 34. Was ist mit mir nicht in Ordnung?'

Wie wirkt es auf Jugendliche, wenn Stars wie Miley Cyrus sich plötzlich halbnackt und extrem aufreizend in den Medien zeigen?
Miley Cyrus hat in den letzten Monaten stark abgenommen. Das ist die Vorgabe vom Markt, und die bedient sie. Es ist so: Als die Feministinnen der 70er Jahre sich über die nackten Frauen in der Werbung ärgerten, sagten sich deren Kinder: 'Ich werde Mami jetzt mal richtig ärgern und nackte Frauen erst recht cool finden.' Ältere Stars wie Annie Lennox und Sinead o'Connor machen sich Sorgen und werfen Miley Cyrus Pornografie vor. Sie rufen ihr zu: 'Mädchen, pass auf dich auf!' Und Miley sagt: 'Ich muss nicht aufpassen, ich kann mich zeigen wie ich will.' Natürlich ist sie für kleine Mädchen ein Vorbild. Die sehen, wie gut die nackte Provokation ankommt. Miley ist extrem erfolgreich.





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Veröffentlicht von
am 19/10/2013
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