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© Facebook / Photography by Caitlin Domanico, LLC
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Stillen oder Fläschchen geben: Es gibt keinen "falschen" Weg sein Baby zu ernähren

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 9. Juni 2015
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Einige Mütter stillen ihre Babys - für andere ist das nicht möglich. Dieses Fotoprojekt soll Frauen überall auf der Welt zeigen, dass keine Art besser als die andere ist.

Caitlin Domanico ist Fotografin und Mutter von zwei Töchtern. Mit beiden machte sie ziemlich unterschiedliche Erfahrungen, was die Ernährung angeht. Während ihre Erstgeborene nur sechs Monate lang gestillt wurde und danach das Fläschchen bevorzugte, weigerte sich ihre zweite Tochter 18 Monate lang etwas anderes als die Brust ihrer Mutter zu akzeptieren. Diese Erfahrungen inspirierten die Fotografin zu ihrem neusten Projekt namens "United We Feed" (auf Deutsch: "Gemeinsam ernähren wir").

Für das Projekt lichtete Domanico Mütter in allen Lebenslagen dabei ab, wie sie ihre Kinder ernähren - entweder mit einer Flasche oder ihrer Brust. Dabei entstanden wunderschöne Bilder, die die einzigartige Verbindung zwischen Mutter und Kind in diesem Moment festhalten. Und die Art der Ernährung ist für jedes Baby so individuell, wie die Kinder selbst. Es gibt keinen Grund, eine Form als besser oder schlechter als die andere zu bewerten. Genau das möchte Domanico mit ihren Bildern ebenfalls vermitteln.​

"Jeder geht einen anderen Weg", erklärt die zweifache Mutter im Gespräch mit der 'Huffington Post'. "Ich finde es toll, ihre Geschichte zu erzählen und die 'Mama-Kriege' so mit Hilfe von Fotografien zu beenden. Ich möchte zeigen, dass wir alle Menschen mit einem vereinten Ziel sind: Unsere kleinen Babys mit unseren ganzen Seelen zu lieben."

© Facebook / Photography by Caitlin Domanico, LLC

Domanico erzählt, sie habe sich Inspiration und Unterstützung von anderen Müttern geholt, die sich "unsicher, verängstigt, stolz, schuldig oder entschlossen gefühlt haben." Teilweise war es an der Fotografin, den Müttern zu vermitteln, dass es völlig in Ordnung ist, dass sie sich für das Abpumpen oder die Ernährung mit Muttermilchersatz entschieden haben. "Denn am Ende des Tages fällt jede einzelne Frau die Entscheidung, ihr Baby zu lieben und zu ernähren, egal auf welche Weise das geschieht", so Domanico.

In ihren Bildern zeigt die Fotografin eine unglaubliche Vielfalt an Müttern. Die Fotos zeigen ein lesbisches Paar, das seinem Baby die Flasche gibt. Mütter, die völlig frei und liebevoll ihre Kinder stillen und auch eine Mutter, deren Baby mit Trisomie-21 auf die Welt kam und eine Weile brauchte, um das Fläschchen zu akzeptieren. Alle von Domanicos bewegenden Aufnahmen findet ihr auf ihrer Website oder ihrer Facebook-Seite.

Wir sind begeistert von diesem Projekt und den wunderschönen Bildern. Es bleibt zu hoffen, dass diese nicht nur vielen Müttern Inspiration und Hoffnung bieten, sondern viele Menschen dazu bewegt, zu verstehen, dass es keinen richtigen oder falschen Weg gibt, sein Baby zu ernähren.

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