Neues Album

Till Brönner

Till Brönner im Gespräch mit goFeminin.de - Till Brönner
Till Brönner im Gespräch mit goFeminin.de
Mit Till Brönner zu sprechen, ist, wie in eine andere Welt einzutauchen. In dieser Welt geht es um Musik, um eine geradezu philosophische Tiefe, das kreative Schaffen des Künstlers Till Brönner - und ganz wenig um Till Brönner privat.

Nur selten ist er bisher außerhalb eines Konzerts öffentlich aufgetreten von seinem Leben abseits der Jazz-Trompete weiß man eigentlich kaum etwas. Entsprechend hart scheint da der Zusammenstoß mit der Welt des Voyeurismus-TV: Till Brönner fungiert als Juror bei "X-Factor" an der Seite von Sarah Connor.

Wer ist der sanfte Mann, der mit seiner Trompete Konzerthallen füllt, Jazz zum Bestandteil unserer Playlisten gemacht hat und Worte wie "Zeitlosigkeit" in einen sinnvollen Satz stecken kann? Wer ist Till Brönner? goFeminin.de hat ihn in Berlin getroffen.

Herr Brönner, stehen Sie gern in der Öffentlichkeit?
Till Brönner: Wenn ich ehrlich bin, würde ich gern einfach nur meine Musik machen, Platten aufnehmen und die Menschen so erreichen. Interviews zum Beispiel stressen mich immer ein wenig. Es ist, als würde man Sex proben! Das macht man doch auch nicht so gern.

Sie gelten ja gemeinhin als Gutmensch...?
Till Brönner: Sagt wer? Ich bin nicht besser als jeder andere auch. In der heutigen Medienwelt der Skandale einer Amy Winehouse, bin ich natürlich irgendwie anders. Die Abgründe anderer Menschen haben schon immer interessiert und berührt.

Dann müssten Sie ja überhaupt nicht interessieren. Tun Sie aber, nur weiß niemand etwas über Till Brönner privat.
Till Brönner: Ja, ich komme nun mal nicht aus einer zerrütteten Familie, ich habe kein Drogenproblem und meine Freizeitgestaltung - darüber muss man ja nicht sprechen. Ich möchte schlicht mit meiner tiefen Verehrung für Musik berühren.

Und warum dann X-Factor? Da geht es doch um das ganz grundlegend Persönliche...?
Till Brönner: Ich wurde dazu eingeladen, um dort meine Kompetenz einzubringen und musikalisches Talent zu bewerten so wie ich es z.B. auch als Professor an der Musikhochschule mache. Wenn der Sender sich entscheidet, persönliche Schicksale zum Aufmacher zu machen, dann ist es allein deren Entscheidung. Bisher stellen sie die Musik zum Glück angenehm in den Vordergrund.

Sprechen wir über etwas anderes: Frauen. Sie haben mit vielen tollen Frauen zusammengearbeitet ...?
Till Brönner: Ja! Und es war und ist immer wieder faszinierend mit starken Frauen arbeiten zu können. Und damit meine ich Solche, die fraulich sind und zugleich stark, nicht beliebig. Die Höhen und Tiefen haben und die sich für mehr als nur sich selbst interessieren. Diese Balance hinzubekommen ist schwer und fasziniert.

Und mit welcher hatten Sie Ihr bestes Erlebnis?
Till Brönner: Sie werden lachen, aber es war wirklich mit Hildegard Knef. Eine echte Diva nach außen und privat war sie überhaupt nicht so. Sie hat mir viel über das Leben als Künstler beigebracht.

Erste Single aus At the End of the Day: Summerbreeze
Erste Single aus At the End of the Day: Summerbreeze
Was denn?
Till Brönner: Nüchtern, aber nicht negativ auf die Dinge zu blicken. Offen und ehrlich zu bleiben und Qualität als oberste Prämisse zu behalten.

Wie war es mit Carla Bruni?
Till Brönner: Vor allem sehr interessant! Das erste, was man bei ihr merkt ist: Den Laufsteg-Job hat sie eigentlich nur nebenher gemacht. Tatsächlich geht es ihr um Inhalte. Und glücklicherweise sind diese Inhalte auch Musik. Wir haben ihr den Leonhard Cohen Song „In my secret life“ vorgeschlagen, weil er aus unserer Sicht am besten passte und sie hat sofort zugesagt.

Wie würden Sie Carla Bruni beschreiben?
Till Brönner: Sie ist eine sehr interessante Frau: dominant, aber nicht selbstbezogen. Sie ist durch und durch Künstlerin, aber sie lässt sich auch nicht hinhalten. Ein wenig Egomanie gehört eben zum Künstlerdasein dazu. (lacht)

Ihr neues Album ist ein Pop-Album. Ist Schluss mit dem alten Till Brönner Sound?
Till Brönner: Keineswegs! Es ist immer gefährlich, den Dingen gleich zu Beginn ein bestimmtes Label aufzudrücken. Pop ist nicht ein festes Genre. Die Musik von Bach war doch auch Pop, als er am Hof des Königs spielte. Pop bestimmt sich nach der Entstehung, es ist etwas Ungeplantes, der ungefilterte Zeitgeist. Das wollte ich mit diesem Album auffangen.

Das Album trägt den Titel  "At the End of the Day" – ist es eine Abrechnung?
Till Brönner: Nein, es ist zunächst eine nüchterne Zeitkoordinate. Das ist sehr wichtig für mich. In unserer Welt gibt es kaum noch solche festen Koordinaten, an denen wir uns orientieren können. Das gilt auch für Musik. Dient sie uns nur noch als Beschallung des restlichen Lebens? Wann ist eigentlich noch Zeit echte Musik zu geniessen?

Was sind denn Ihre eigenen Koordinaten?
Till Brönner: Aus meiner "Comfortzone" auszubrechen, um mich immer wieder selber zu fordern. Gleichzeitig brauche ich eine solide, verlässliche Basis, ein Zuhause. Ich brauche Momente der Einkehr, Zeiten, in denen ich in Ruhe lesen oder fotografieren kann.

Und was treibt Sie dann wieder an?
Till Brönner: Die Suche nach Zeitlosigkeit.

Vielen Dank für die nette Unterhaltung!

Das neue Till Brönner Album "At the End of the Day"  erscheint am 15.Oktober. Hören Sie schon jetzt bei goFeminin.de in die erste Single Summer Breeze".





smb

  

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 28/09/2010
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