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"Bitte lernt aus meinem Fehler" - Die Botschaft einer trauernden Mutter

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 6. Juli 2017
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"Das ist ein Gesicht, gezeichnet von immenser, unvorstellbarer Trauer."

Was Jordan DeRosier momentan durchmacht, ist für die meisten von uns einfach unvorstellbar. Die Mutter aus Puyallup im US-Bundesstaat Washington verlor ihren gerade einmal sieben Monate alten Sohn auf tragische Weise. Und weil sie weiß, dass sein Tod hätte verhindert werden können, möchte sie nun andere warnen.

In einem herzzerreißenden Facebook-Beitrag spricht die Mutter nur wenige Tage nach dem schrecklichen Verlust ganz offen über die Umstände, die zu dem frühen Tod des kleinen Sloan geführt haben.

So öffentlich wollte Jordan nie über die Tragödie sprechen - und schon gar nicht so kurz nachdem sie passierte. Doch fiese Gerüchte um den Tod ihres Sohnes führten dazu, dass die Mutter sich verpflichtet fühlte, laut zu werden. Ebenso will sie andere Eltern warnen, damit ihnen nicht dasselbe widerfährt.

"Du denkst, so etwas wird dir nie passieren."

An alle, die weiterhin kommentieren und uns Nachrichten senden und dabei versuchen, Impfungen die Schuld am Tod meines Sohnes zu geben - hört auf. Eigentlich wollte ich nicht im Detail erklären, welche Umstände zu seinem Tod führten, wegen meines Schuldgefühls und der Angst davor, von anderen verurteilt zu werden. Aber ich werde nicht zulassen, dass andere versuchen, dort Schuld zuzuweisen, wo sie nicht hingehört.

Er wurde zuletzt ins Bett gelegt mit der Decke, die ihm seine Ur-Ur-Großmutter gemacht hat, und einer weiteren Decke, einer grauen, an der er schon seit seiner Geburt hängt. Sie haben die graue, in der er mit seinem Kopf gefunden wurde, mitgenommen. Er hat es irgendwie geschafft, sie durch die Gitterstäbe zu ziehen und sich darin zu verfangen.

Du denkst, so etwas wird dir nie passieren. Du denkst, es wird nie dein Baby sein. Bitte legt eure Babys nicht mit einer Decke ins Bett. Bitte. Er war 7 Monate alt. Ich dachte, weil er krabbelte, alleine stand und kletterte, dass er mit einer Decke klar kommen würde.

Das ist ein Gesicht, gezeichnet von immenser, unvorstellbarer Trauer, Sehnsucht, einem gebrochenen Herzen und selbst zugefügtem Schuldgefühl. Ich werde NIE aufhören, mich dafür verantwortlich zu fühlen. Ich werde das für den Rest meines Lebens im Geiste immer wieder erleben und dabei GENAU wissen, was ich hätte anders machen können. Bitte lernt aus meinem erschütternden Fehler.

Der schlimmste Moment ihres Lebens

Eigentlich wird Eltern geraten, ihre Kinder vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter noch in einem Schlafsack schlafen zu legen, damit sich die Kleinen nicht freistrampeln und nachts beginnen zu frieren. Doch Mama Jordan war sicher, ihr kleiner Sloan wäre mit zwei Decken warm genug, und dachte nicht im Traum daran, dass er sich verheddern, verletzen oder gar ersticken könnte.

Den Moment, in dem sie ihren Kleinen am nächsten Morgen fand, wird die Mutter nie vergessen können. Denn diese grausame Erinnerung hat ihr all die schönen Momente genommen, wie sie einem weiteren Facebook-Post schreibt:

Es ist erst das zweite Mal seit seiner Geburt, dass ich meinem Baby keinen Gute-Nacht-Kuss geben und ihn ins Bett legen kann. Ich kann ihm nicht seinen Teddy Song vorsingen, den er so liebte. Ich kann nicht aus seinem Zimmer schleichen und leise die Tür hinter mir schließen. Ich werde ihn nicht durch die Wand im Schlaf murmeln oder Summen hören. Ich werde nicht seelenruhig im Zimmer nebenan schlafen.

© Facebook / Jordan DeRosier

Freunde und Familie haben eine Fundraising-Kampagne gestartet, um den trauernden Eltern in dieser schweren Zeit zu helfen. HIER findet ihr alle Informationen dazu.

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