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Kaufen, kaufen, kaufen: Der unfaire Preis der Mode
  
Ich kaufe billig - bin ich schuld?
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Ich kaufe billig - bin ich schuld?


"Am wenigsten hat mit Sicherheit der Verbraucher die Schuld", meint Kirsten Clodius. "Natürlich können wir beim Kauf eines Billig-T-shirts davon ausgehen, dass die Arbeitsbedingungen nicht die besten waren, aber auch der Kauf von teuren Kleidungsstücken schließt Arbeitsrechtsverletzungen nicht aus. Der Preis eines Kleidungsstücks, wie es bei uns im Laden hängt, sagt leider nicht genug darüber aus, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. Teilweise wird in ein und derselben Fabrik für verschiedene Marken genäht, für Discounter sowie für teurere Modelabels."

Nur wenige Cent teurer?
Viele Kunden sagen, dass sie gerne bereit wären, mehr zu zahlen, wenn sie damit zu besseren Arbeitsbedingungen in den Fabriken beitragen könnten. Tatsächlich würde das Produkt für den Endverbraucher nur wenige Cent teurer werden, wenn die Arbeiterinnen fair bezahlt werden würden. "Rechnungen haben ergeben, dass schon die kleinste Preiserhöhung eines Kleidungsstücks das Gehalt der Näherin möglicherweise verdoppeln könnte."

Doch Clodius erklärt, warum dies in der Praxis nicht funktioniert. "Es verdienen ja alle prozentual am Endpreis: der Transporteur, der Lagerist, die ganze Lieferkette. Es müsste einen Weg geben, die Erhöhung des Verkaufspreises direkt auf den Lohn der NäherInnen aufzuschlagen. Der Lohnkostenanteil eines 'normalen' Kleidungsstücks, wie zum Beispiel ein T-shirt, liegt zwischen 0,4 und 4 Prozent."


Bild: © Getty Images


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Veröffentlicht von Nadine Jungbluth
am 11/12/2013
Die Lesernote:5/5 
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