Albtraum in Dubai: Vergewaltigungsopfer soll ins Gefängnis

Dubai gilt als recht modern. Ist es aber nicht, wie dieses Ereignis zeigt. © Getty Images - Albtraum in Dubai: Vergewaltigungsopfer soll ins Gefängnis
Dubai gilt als recht modern. Ist es aber nicht, wie dieses Ereignis zeigt. © Getty Images
Marte Dalelv wird in Dubai Opfer einer Vergewaltigung. Nun soll sie für 16 Monate ins Gefängnis.

Die Geschichte klingt so schrecklich, dass man sie nicht glauben will: Eine 24-jährige Norwegerin arbeitet in Katar für eine Design-Firma. Doch das Traumland, in dem sie arbeitet, entpuppt sich als die Hölle auf Erden: Im März wird die junge Frau in Dubai nach einer ausgelassenen Party von einem Arbeitskollegen auf dessen Hotelzimmer vergewaltigt.

Die schreckliche Tat
Wie Bild.de berichtet, kam Marte Anfang März nach Dubai. Am 5. März gab es im Kollegenkreis eine Party. Ein Kollege, der die angetrunkene Marte in der Nacht auf ihr Zimmer bringen sollte, brachte sie stattdessen zu seinem eigenen Zimmer. Am nächsten Morgen wacht Marte auf, während ihr Kollege sie vergewaltigt.

Sie kann zwar entkommen. Doch was dann folgt, gleicht einem Albtraum: Sie will ihren Peiniger bei der Polizei anzeigen, doch dort glaubt man ihr nicht, macht sich über sie lustig. Ob ihr der Sex nicht gefallen habe, wird sie dort gefragt. Man nimmt ihr Pass, Handy und Geld ab.

Bei einer ärztlichen Untersuchung werden Verletzungen festgestellt, doch eine Vergewaltigung wird nicht explizit festgehalten. Dann wird sie verhaftet und ihr der Prozess gemacht - schließlich wird die junge Frau wegen "Sex außerhalb der Ehe" zu 16 Monaten Haft verurteilt.

Sturm der Entrüstung
Derzeit sitzt sie in einer Seemannskirche in Dubai fest. Weil sie ihren Pass noch nicht zurückbekommen hat, darf sie das Land nicht verlassen. Während Marte Dalelv ihrer Revision am 6. September entgegensieht, gehen weltweit Menschen auf die Barrikaden: Bei Facebook und Twitter laufen User Sturm gegen die ungerechte Entscheidung, die als "unmenschlich" bezeichnet wird. Menschen fordern "Jetzt Gerechtigkeit für Marte Deborah Dalelv!' Steht auf gegen Ungerechtigkeit", und auch eine Petition zur Befreiung der jungen Frau ist im Gange.

Orjankarlsson twittert: "Nach dem "Shariagesetz" verurteilt zu sein, ist in sich schon so sinnlos, dass jemand Marte Dalelv einfach schnell zurück nach Norwegen holen sollte".

In Dubai gilt die Sharia, das religiöse Gesetz des Islam. Danach wird nur dann einer Vergewaltigung nachgegangen, wenn entweder der Täter geständig ist oder vier muslimische, erwachsene Männer die Tat bezeugen können.

Während die Kritik am Rechtssystem nicht abreißt, wies der beschuldigte Mann alle Anschuldigungen zurück. Er konnte jedoch dank einer DNA-Analyse der Tat überführt werden. Jetzt wurde auch er wegen "Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe" verurteilt, nicht jedoch wegen Vergewaltigung.




sf

  

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Veröffentlicht von
am 19/07/2013
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