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"Wüstenblume": Die Verfilmung von Waris Diries Bestseller

Menschenrechtsexpertin Dr. Iris Breutz im Interview (Teil 2)

   

5. Der Film WÜSTENBLUME (Kinostart: 24. September) erzählt Waris Diries beeindruckenden Weg vom afrikanischen Nomadenmädchen zum internationalen Topmodel. In den Medien wird sie häufig als „Wesen zweier Welten“ bezeichnet. Fühlen Sie sich als Deutsche im Sudan auch häufig zwischen zwei Welten hin- und hergerissen?
 
Ja und nein. Wenn ich im Sudan bin, ist Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes weit weg, und ich habe mich an das Leben hier gewöhnt. Ich merke aber auch, dass mein Lebensmittelpunkt nicht mehr dort ist, wo ich meine Wurzeln habe. Es ist schwer, mit Familie und Freunden in Deutschland mein Leben im Ausland zu teilen und ihnen zu vermitteln, wie ich lebe und was genau ich tue. Ebenso nehme ich nicht mehr in demselben Maße an ihrem Leben teil. Durch meine Arbeit im Ausland hat sich sicherlich auch der Blick auf das Leben in Deutschland verändert. Ich bin aber auch kein Sudanese, Vietnamese oder Liberianer und kann das Leben dort nicht vollständig durch deren Brille betrachten. Ich lebe und arbeite aber mit ihnen, so dass ich mich täglich bemühe, mich in ihr Leben und ihre Probleme hineinzuversetzen und zu verstehen. Vor diesem Hintergrund bin ich schon ein Wanderer zwischen den Welten.  
 
6. Der Name Waris bedeutet Wüstenblume. Dies ist eine Blume, die auch unter sehr rauhen Bedingungen blüht und gedeiht. Mit welchen rauhen Bedingungen und Schwierigkeiten haben Sie in Ihrem Arbeitsalltag zu kämpfen und wie gehen Sie damit um?
 
Es gibt viele gute Momente, aber natürlich auch schwierige Bedingungen. Ich sehe Ungerechtigkeiten und menschliches Elend und erkenne, dass meine Möglichkeiten dagegen etwas zu tun, begrenzt sind. Das ist schwer zu verdauen. Es kommt auch vor, dass unsere Arbeit und Anwesenheit in einem Land von den Menschen vor Ort mit Argwohn betrachtet oder gar abgelehnt wird. Dies bekommt man zu spueren. Auch nicht einfach, aber manchmal nachvollziehbar, wenn man die Hintergruende versteht. In manchen Laendern ist es nicht moeglich, sich so frei zu bewegen, wie wir es gewoehnt sind. Es gibt Sicherheitsprobleme, Ausgangssperren und andere Beschraenkungen der persoenlichen Freiheit.  Dagegen ist wenig zu machen. Je haerter die Bedingungen sind, desto wichtiger ist es, ab und zu mal rauszukommen. Aber auch unter rauhen Bedingungen kann etwas wachsen.
 
7. Was denken Sie, wer die Situation in Ihren Einsatzgebieten am ehesten beeinflussen kann ? Leute wie Sie? Die Bewohner des Landes? Die internationale Staatengemeinschaft?
 
Ich bin der Meinung, dass Veränderungen in einem Land nicht von außen erzwungen oder diktiert werden können. Daher sollten zunächst die Bewohner entscheiden, wie sie leben möchten, ihr eigenes Schicksal bestimmen und an Entwicklungen in ihrem Land aktiv mitarbeiten können. Die jeweilige politische Führung des Landes ist ein entscheidender Faktor. Die internationale Gemeinschaft kann sicherlich auf politischer und diplomatischer Ebene Einfluss ausüben, Hilfe leisten und vor Ort unterstützen. Es ist eine gemeinsame Anstrengung. Es kommt aber immer auf die Umstände in dem jeweiligen Land an. Jene Umstände sind entscheidend dafür, welche Akteure am ehesten positiven Einfluss ausüben können.
 
8. Was empfehlen Sie Menschen, die sich selbst für Menschrechte engagieren möchten? Welche Möglichkeiten gibt es?
 
Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für Menschenrechte zu engagieren, im In-und Ausland, durch Spenden oder aktive Mitarbeit. Man kann nationale oder internationale Menschenrechtsorganisationen finanziell unterstützen oder für diese arbeiten. Viele Organisationen und Projekte haben eigene Homepages, die über die Möglichkeit der Unterstützung informieren. Es sind ja aber nicht nur die großen Organisationen, die etwas bewirken können. Menschenrechte sind universal, fangen aber um die Ecke an. Oftmals gibt es in der eigenen Nachbarschaft  lokale Projekte, die sich z.B. für Minderheiten oder sozial Benachteiligte einsetzen und großartige Arbeit leisten. Man kann eigene Initiativen gründen und Mitstreiter suchen. Man kann auf Missstände aufmerksam machen und die Stimme erheben, sich politisch engagieren oder ehrenamtliche Arbeit leisten. Die Liste ist endlos. Jeder kann etwas tun.


Quelle: WayToBlue




  
 

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Veröffentlicht von Angelika Zahn
am 24/09/2009
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