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Menschenrechtsexpertin Dr. Iris Breutz im Interview

 

 - Menschenrechtsexpertin Dr. Iris Breutz im Interview
Dr. Iris Breutz ist Rechtanwältin aus Hamburg, die vor einigen Jahren den Entschluss fasste, eine großzügige Kanzlei in Hamburgs Rothenbaumchaussee mit einem bescheidenen Arbeitszimmer im Sudan einzutauschen. Zum Kinostart von WÜSTENBLUME spricht die Menschenrechtsexpertin über Menschenrechte, ihre Vorbilder und die Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsalltag. 


1. Liebe Frau Dr. Breutz, Sie haben vor einigen Jahren Ihren Beruf als Rechtsanwältin in Deutschland aufgegeben, um sich in Krisengebieten für Menschenrechte zu engagieren. Warum?
Die Arbeit als Rechtsanwältin in Deutschland hat mir Spaß gemacht. Aber ich hatte schon immer den Drang, über den Tellerrand hinauszugucken und in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Die Welt ist in Bewegung, und ich finde es spannend, vor Ort mitzuerleben, wie z.B. ein Friedensvertrag umgesetzt, ein Staat aufgebaut oder erste demokratische Wahlen vorbereitet werden. Hieran mitzuarbeiten, ist eine herausfordernde und hochinteressante Aufgabe, und zwar mit allen positiven und negativen Erfahrungen. Dafuer habe ich meinen Schreibtisch in Deutschland gern verlassen.
2. An welchen Projekten haben Sie in den letzten Jahren gearbeitet? Wo und woran arbeiten Sie aktuell?
In den letzten Jahren habe ich in verschiedenen Entwicklungs- , Transitions- und sog. Post-Conflict-Ländern in Afrika, Asien und Osteuropa als Rechtsberaterin gearbeitet. Dort ging es im Wesentlichen um Demokratisierungs- und Friendensprozesse, Rechtsreformen und Menschenrechtsarbeit. Derzeit bin ich Rechtsberaterin einer international besetzten Kommission im Sudan, deren Aufgabe es ist, die Umsetzung des Friedensvertrages zwischen dem Nord- und Südsudan zu untersuchen und zu evaluieren.
 
3. Welche spürbaren Erfolge haben sich durch Ihre bisherigen Einsätze eingestellt?
Es ist nicht immer möglich, in meinem Bereich den unmittelbaren Erfolg in kurzer Zeit zu messen. Ich bin in komplexe Prozesse involviert, die Zeit brauchen. Demokratisierung, Umsetzung und Achtung von Menschenrechten, der Aufbau staatlicher Institutionen und die Stärkung der Zivilgesellschaft geschehen nicht von heute auf morgen. Sie erfordern Umdenken, Aufklärung, politischen Willen und ein politisches Klima, in dem Reformen überhaupt möglich sind. Hinzu kommt, dass in der Regel viele Akteure beteiligt sind und ein Einzelner allein meist nicht viel bewegen kann. Das heißt nicht, dass es keine Fortschritte gibt, jeder auch noch so kleine Schritt in die richtige Richtug kann ein Erfolg sein. Es ist z.B. schön, zu sehen, wenn eine nationale Menschenrechtskommission, an deren Einrichtung man mitgearbeitet hat, ihre Arbeit erfolgreich aufnimmt. Oder die lange Schlange vor den Wahllokalen, wo die Menschen darauf warten, nach jahrelangem Krieg erstmals ihre Stimme abzugeben. Fuer mich ist es schon ein Erfolg, wenn unsere Arbeit dazu beitraegt, dass ein Dialog zwischen ehemals verfeindeten Gruppen beginnt oder ein neuer Konflikt, sei es auch nur in einer kleinen Kommune, vermieden werden kann.
 4. Waris Dirie ist eine unsagbar starke Frau mit einer Geschichte, die die ganze Welt bewegt. Als Fünfjährige fiel sie der brutalen Praxis der Genitalbeschneidung zum Opfer. Heute führt Sie mit ihrer eigenen Stiftung – der „Waries Dirie Foundation“ – einen weltweiten Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung.  Sind  Frauen wie Waris Dirie Vorbilder für Sie?
Mich beeindrucken grundsätzlich Frauen und Männer, die unter den widrigsten Bedingungen ihr Leben meistern, die sich mit friedlichen Mitteln für ihre und die Rechte anderer einsetzen, dabei oftmals persönliche Risiken eingehen und Opfer bringen müssen. Dies sind oft Menschen, die nicht im Lichte der Öffentlichkeit stehen. Viele Menschen müssen jeden Tag aufs Neue wieder einen Kampf für ihre fundamentalsten Rechte aufnehmen: etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf. Davor habe ich Respekt, ebenso für alle anderen, die sich im Rahmen ihrer Moeglichkeiten fuer die Freiheit und das Wohl anderer einsetzen.




  
  

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Veröffentlicht von Angelika Zahn
am 24/09/2009
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