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Gefährliche Impfgegner: Die starke Botschaft einer Mutter aus der Notaufnahme

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 28. Juni 2017
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Das Leiden ihrer Tochter hätte verhindert werden können.

Obwohl wir in einer Zeit Leben, in der die Medizin weit fortgeschritten ist und in der wir als Gesellschaft der modernen Medizin vertrauen für unser Wohl sorgen zu können, gibt es viele Menschen, die sich gegen Mediziner und die Wissenschaft stellen.

Bestes Beispiel sind die sogenannten "Impfgegner", die sich gegen Impfungen jeglicher Art stellen, sich weigern, ihre Kinder impfen zu lassen und ihre Meinungen lauthals im Netz kundtun. Sie berufen sich zum Beispiel darauf, dass Impfungen Autismus auslösen könnten. Dass diese Theorie bereits von Forschern wiederlegt wurde, interessiert sie dabei nicht.

Camille Echols, eine Mutter aus den USA, hat ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Impfgegnern und den Folgen, die ihr unverantwortliches Handeln für andere Kinder hat, gemacht. In einem Facebook-Post spricht die Mutter darüber, was ihre Tochter aktuell deshalb erleiden muss.

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Bisher war ich in den sozialen Netzwerken relativ still, wenn es um die Impfgegner-Bewegung ging. Ich habe viele Besserwisser-Sprüche gelesen, die sagen: "Warum sollten meine nicht geimpften Kinder eine Gefahr für deine geimpften Kinder sein, wenn ihr so sicher seid, dass Impfungen funktionieren?"

DESWEGEN. Es gibt Menschen, die keine Lebendimpfstoffe bekommen können. Zum Beispiel meine Tochter, die im Alter von 2 Jahren eine Nierentransplantation bekam. Sie bekam eine Impfung gegen Windpocken, aber konnte keine zweite bekommen, da sie ein gehemmtes Immunsystem hatte und anstatt immun zu werden, wäre sie an dem Virus erkrankt.

"Dies hätte verhindert werden können."

Dieses Wochenende hatte sie Kontakt zu einem Kind mit Windpocken und jetzt sind wir in der Notaufnahme. Es werden Tests durchgeführt, ihr werden Antikörper injiziert und dann müssen wir abwarten, was der Arzt für Infektionskrankheiten sagt. Die Inkubationszeit von Windpocken liegt zwischen 7 und 21 Tagen. Selbst mit all unseren Bemühungen könnte sie also innerhalb der nächsten 3 Wochen krank werden. Und das bedeutet eine automatische Einweisung ins Krankenhaus um virenhemmende Mittel zu bekommen. Sie könnte davon sehr, sehr krank werden.

Bitte, wenn du jemand bist, der glaubt, sein Kind würde von Impfungen an Autismus erkranken, BITTE bilde dich weiter. Es gibt nicht eine einzige unabhängig begutachtete Studie, die zu diesem Schluss gekommen ist. Und die Menschen, die sich gegen Impfungen entscheiden, setzen Kinder wie meine Tochter einer großen Gefahr aus. Sie hat bereits SO viel durchgemacht. Und dies hätte verhindert werden können.

Wir können die Aufregung, Wut und Emotionen der Mutter mehr als nachvollziehen. Sogenannte Impfgegner setzen nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern auch die anderer Eltern großen Gefahren aus. Diese können, besonders für Kinder wie Camilles Tochter, schwere Folgen haben oder sogar tödlich sein.

Was sagt ihr zu dem Thema Impfungen?

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