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Nah, eng, Abstandhalter?
Wenn wir in einer Beziehung sind, dann träumen wir von Seelenverwandtschaft und totaler Hingabe. Er soll uns nah sein, uns verstehen und uns in jeder Lebenslage beistehen. Liebe grenzenlos. Wir wollen, dass unser Partner alles an uns mag, am besten auch unsere Art, wütend zu sein, unsere kleinen Fettpölsterchen und unsere Gier nach riesigen Chipstüten. Er soll unseren Kaugummi weiterkauen und uns unsere verschwitzten Füße massieren. Distanz, Privatsphäre oder Hemmungen? Fehlanzeige! Immerhin geht es hier um die große, bedingungslose Liebe.
Das Quäntchen zuviel
Mal ganz ehrlich: Wollen wir wirklich, dass wir uns bedingungslos nah sind? Dass unser Liebster alles, aber wirklich alles von uns weiß? Uns so kennt wie sonst nur unsere Mutter, die uns als Kind die Windeln gewechselt hat? Wo ist die Grenze zwischen vertrauter Nähe und jenem Quäntchen „zuviel“ an Intimität, das nicht jeder verträgt?
Gehen wir der Sache auf den Grund …

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