Gute Laune, schlechte LaunePartner Stimmung | |||||||||
Stellen Sie sich folgende Situation vor: Mit Ihrem Partner machen Sie tags zuvor aus, dass er am nächsten Morgen das Kind in die KITA bringt. Morgens trödelt er dann solange rum, bis es eigentlich zu spät ist. Anstatt in den sauren Apfel zu beißen und den/die Kleine trotzdem zu bringen, macht er Ihnen Vorwürfe und schnauzt Sie an - obwohl Sie auch schon auf dem Sprung sind, weil Sie ein wichtiges Meeting haben. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor - oder können Sie andere Situationen aufzählen, wo sich Ihr Partner Ihnen gegenüber unfair, unberechenbar und vor allem kindisch benimmt? Schlimm ist, dass sich viele Frauen mit so einem Verhalten in einer Partnerschaft auch noch ein schlechtes Gewissen einreden lassen oder permanent versuchen, ihm alles Recht zu machen. Gelingt das nicht, hat nicht nur er schlechte Laune, sondern auch Sie grübeln darüber nach, was Sie hätten anders machen können. Sie sind wahnsinning gestresst und Ihrem Partner wird man es trotzdem nicht Recht machen können. Gehen Sie auf Abstand, wenn über Stimmungen versucht wird, Druck auf Sie auszuüben. So geht's: Sichtweise ändern Wichtig ist - je länger Sie Ihrem Partner erlauben, seine Launen an Ihnen auszuleben, umso mehr bestärken Sie ihn in seinem Verhalten. Machen Sie sich von dem Gedanken frei, dass nur Sie verantwortlich für seine persönliche Zufriedenheit sind! Dem Partner Grenzen setzen Nehmen Sie Launenhaftigkeit nicht immer hin - selbst wenn das zum Streit führt. Brüllt er Sie an, weil Sie die Wäsche nicht schnell genug weggeräumt oder seine Erklärung nicht verstanden haben, brüllen Sie doch einfach mal zurück. Zugegeben, das ist nicht die feine Art und sollte nicht zum Dauerzustand werden. Aber: Manche Menschen brauchen tatsächlich klare Grenzen gesetzt - und setzen immer noch eins drauf, je weniger sich ein anderer wehrt. Kritik nicht persönlich nehmen Ihr Partner sucht nach Kritikpunkten - und er wird immer wieder welche finden. Egal, ob Sie zuhause sind und es darum geht, dass abends nicht alles tiptop ist, oder ob Sie ihm auf dem Weg von der Arbeit nach Hause die falsche Leberwurst mitgebracht haben. Wenn Sie diesen „perfekten“ Zustand tatsächlich mal erreichen würden, gäbe es etwas anderes, wegen dem er rummeckern würde. Das Problem des Partners finden Machen Sie sich bewusst, dass diese Kritik sein Problem ist, und nicht Ihres. Hören Sie damit auf, ständig nach Rechtfertigungen zu suchen, sondern sehen Sie die Lage, so wie sie ist: Ihr Partner hat ein gehöriges Problem, z. B. ein geringes Selbstbewusstsein. Indem er andere abwertet, stellt sich seine eigene Lage für ihn positiver dar. Im schlimmsten Fall liegt sogar eine Depression vor - diese muss auf jeden Fall professionell abgeklärt und behandelt werden. Viele depressive Menschen leiden unter extremen Stimmungsschwankungen und haben diese nicht im Griff. Besser kommunizieren Ihrem Partner ist vielleicht selbst nicht bewusst, wie sehr er mit seiner schlechten Stimmung und seinem möglicherweise sogar latent agressivem Verhalten auf Ihren Gefühlen herumtrampelt. Fragen Sie ihn beim nächsten Mal doch, warum er Sie nicht schon von Anfang an immer so angebrüllt hat. Oder warum er Sie nicht schon zu Beginn der Beziehung als „Dummchen“ bezeichnet hat. Und so weiter! Fragen Sie direkt, ob Sie sich derart verändert haben? Erst eine derartige Konfrontation bringt ihn zum Nachdenken. Situation splitten Eine weitere Strategie ist, die Konfliktsituation zu splitten. Indem Moment, in dem Sie zum Spielball seiner Stimmmung werden, verlassen Sie den Raum oder gehen Sie am besten gleich außer Haus. Geben Sie Ihrem Partner dazu Bescheid, dass Sie gerne mit ihm reden, wenn er sich wieder in normalem Ton mit Ihnen unterhält. cs | |||||||||
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Veröffentlicht von der Psychologie-Redaktion
am 21/12/2009 | |||||||||
Inhaltsverzeichnis Abhängig von der Stimmung des Partners? So gewinnen Sie Abstand!
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