Es heißt ja allgemein, dass Hass und Liebe nah beieinander liegen. Frau weiß: Wenn es um das Kleidungsstück Badeanzug geht, trifft dies definitiv zu. Ein Badeanzug ist zwar nicht ganz so unbarmherzig wie ein Bikini, aber er ist schonungslos ehrlich und besitzt ein zugegebenermaßen leicht angestaubtes Image - und das, obwohl er seit ein paar Jahren längst zum erneuten Designer-Liebling avanciert. Denn wenn man erstmal das richtige Modell für sich gefunden hat, dann hat ein Badeanzug das Potential zum Lieblingskleidungsstück zu werden. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.
Das neue Image des Badeanzugs Lange hatte er gegen den Bikini das Nachsehen, doch der Badeanzug hat sich über die Jahre stets weiter an vorderster Beach-Front behauptet und gehört seit einiger Zeit wieder zu den Mode-Trends schlechthin. Galt er lange Zeit als praktisch, unsexy und nur fürs sportliche Schwimmen akzeptabel, erobert der Badeanzug nun wieder die Laufstege und Herzen der Frauen.
Fakt ist: Ein Badeanzug hat definitiv mehr Klasse als ein Bikini und sieht in der Regel immer erwachsen und ladylike aus. Und sexy sein kann er auch wieder!Raffinierte Details, Zipper und Spitzeneinsätze machen den Badeanzug zum modischen Highlight und ziehen am heimischen Baggersee ebenso die Blicke auf sich wie am angesagten Karibik-Strand.
Eine durch raffinierte Cut-Outs und einen tiefen Ausschnitt charakterisierte, besonders sexy Variante von Badeanzug ist der Monokini - eine Mischung aus Badeanzug und Bikini.
Der Badeanzug und Berühmtheiten
In den Fünfziger Jahren waren Badeanzüge mit Beinansatz groß in Mode und auch die kurvige Marilyn Monroe liebte es, in ihnen zu posieren. Coco Chanel befand: „Der Bikini schmeichelt nicht, der Badeanzug schon!“ Der berühmteste Badeanzug der Welt ist wohl ein knallrotes Modell, dass jahrelang die Baywatch-Nixen auf dem Bildschirm schmückte. Noch heute schlüpft Pamela Anderson in ihren Baywatch-Badeanzug, wenn sie sich schön und begehrt fühlen möchte.
Unser Tipp: Die Firma Triumph entwarf jüngst einen Badeanzug (rechts), der durch seine klassischen Farben und seinen raffinierten Schnitt an Audrey Hepburn erinnert und deswegen auch nach ihr benannt ist („Audrey“).
Ihre Figur und der perfekte Badeanzug
Sie finden Ihren Busen zu groß: Ein Badeanzug mit vorgefertigten Cups oder Formbügeln ist ideal für Sie. Lieber einen Badeanzug ohne Neckholder, dafür mit breiteren Trägern wählen.
Sie finden Ihren Busen zu klein: Auch Badeanzüge gibt es mit Push-up-Effekt, ein Neckholder-Träger am Badeanzug schummelt optisch zusätzlich mehr da hin, wo mehr sein soll.
Sie finden Ihren Bauch zu dick: Ihr Badeanzug sollte gerade geschnitten sein und am besten einfarbig sein oder ein Blumenmuster haben (keine grafischen Muster!). Eine integrierte Korsage im Badeanzug kann zusätzlich die Figur schlanker erscheinen lassen.
Sie finden Ihre Hüften zu breit: Sie sollten generell den Badeanzug dem Bikini vorziehen und einen gemäßigten Beinausschnitt wählen. Außerdem hilft ein modischer Begleiter, beispielsweise der Pareo, damit Sie sich wohler am Strand fühlen. Seitliche Streifen an Ihrem Badeanzug lassen die Hüften ebenfalls schmaler erscheinen.
Sie finden Ihre Hüften zu schmal: Ein Badeanzug mit angeschnittenen Beinen oder mit Rüschen und Applikationen im Hüftbereich ist ideal für Sie. Damen mit athletischem Körperbau dürfen hemmunglos auftragen mit Rüschen oder Schleifchen, die gerade am unteren Teil des Badeanzugs für weibliche Kurven sorgen. Auch Cut-Outs stehen Ihnen besonders gut.
Sie finden Ihre Beine zu kurz: Unbedingt einen Badeanzug mit hohem Beinausschnitt wählen. Auch wenn Sie sich in Hot Pants und einem Badeanzug mit angeschnittenen Beinen wohler fühlen, sorry, diese Badeanzug-Form verkürzt Ihre Beine optisch und lässt sie stämmiger erscheinen, also lieber einen Badeanzug mit höherem Beinausschnitt wählen.
Sie sind der Apfeltyp: Kaufen Sie sich einen Badeanzug mit V-Ausschnitt.
Sie sind der Birnetyp: Achten Sie unbedingt darauf, dass der Beinausschnitt Ihres Badeanzugs nicht direkt auf dem breitesten Punkt der Hüften endet. Ziehen Sie mit einem aufwendig gearbeiteten oberen Badeanzugbereich alle Blicke auf Ihre Schultern und Ihr Dekolletee.
Sie wissen nicht, welcher Figur-Typ Sie sind? Dann lohnt es sich, die Easy-Bestell-Modelle im Internet links liegen zu lassen und sich aufzuraffen, um sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen. Das muss Ihnen nicht peinlich sein! Gerade bei Übergrößen spielt die Passform des Badeanzugs für Ihre Optik eine große Rolle und eine kompetente Fachverkäuferin wird dafür sorgen, dass Sie den Laden mit einem guten Gefühl - und einem neuen Badeanzug - verlassen. Sollte dies nicht der Fall sein: Laden wechseln!
Und noch ein Rat: Niemand sieht, ob Sie Ihren Badeanzug in Größe 38 oder 40 gekauft haben, wenn Größe 40 einfach besser sitzt, werden Sie darin besser aussehen, als wenn Sie sich in Größe 38 quetschen. Kaufen Sie in dem Fall also Größe 40 und schneiden Sie notfalls für Ihr Wohlgefühl das Größenschild aus dem Badeanzug heraus!
Die beste Farbe für den Badeanzug
Für die Farbe Ihres Badeanzugs gilt generell, dass Ihnen je nach Haarfarbe und Hautton dieselben Farben stehen wie bei anderen Kleidungsstücken. Trotzdem gibt es noch ein paar Kniffe zu beachten: Dunkle Farben strecken und lassen Sie schlanker aussehen. Wer noch nicht gebräunt ist, sollte keinen Badeanzug in Pastellfarben oder Weiß tragen, auch Orange, Gold und Gelb sehen nur zur gebräunter Haut wirklich gut aus.
Das ideale Muster Ihres Badeanzugs
Ein Badeanzug mit kleinem Muster, beispielsweise Streublümchen oder kleinen Karos, ist optimal für fülligere Kurven, während großflächige Muster und Rüschen eher was für dünnere Damen sind, da diese optisch auftragen. Und wie für alle Kleidungsstücke gilt: Querstreifen machen dick, Längsstreifen lassen Sie größer und schlanker aussehen.
Die perfekten Begleiter zum Badeanzug
Pareos, Tuniken und Strandkleider, die man sowohl als Kleid, als auch als Rock oder Oberteil tragen kann, sind die idealen modischen Begleiter für Ihren Badeanzug. Die modischen Accessoires müssen farblich nicht perfekt auf Ihren Badeanzug abgestimmt sein, sollten aber mit ihm harmonieren.
Auch wenn halb Hollywood inzwischen mit High Heels zum Badeanzug durch den Sand stampft - wir empfehlen nach wie vor pflegeleichte und bequeme Flip-Flops.
Abends sind die neuen Badeanzug-Modelle aber durchaus mit High Heels, Armreifen, Rock oder Jeans kombinierbar, denn ein gut gearbeiteter Badeanzug ist allein für einen Strandbesuch viel zu schade.
H&M verleiht ab sofort 'Design Award' H&M fördert jetzt auch junge Talente aus der Modebranche: Der Design Award soll ab sofort jährlich verliehen werden...