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Shopping bei seelischen Tiefs
Marie (29), Notarangestellte
Wenn ich deprimiert bin, muss ich shoppen gehen. Das ist sozusagen mein persönliches Anti-Depressivum. Es ist, als wäre in mir eine große Leere, die ich nur damit füllen kann, indem ich Geld ausgebe… Das ist ein bisschen, wie wenn ich Hunger habe und mich auf eine Tafel Schokolade stürze.
Ich gehe lieber alleine bummeln, weil ich ich beim Shopping in einem seltsamen Zustand bin: Ich bin irgendwie aufgedreht, mir ist heiß, ich bin total rot im Gesicht und ein bisschen schwach auf den Beinen…
Ich probiere nichts an. Ich kaufe viele kleine Accessoires und Krimskrams… Dabei zählt eher die Quantität als die Qualität. Der Nutzen spielt überhaupt keine Rolle. Ich "fülle" mich im gleichen Maß wie meinen Einkaufskorb. Aber leider ist es dabei wie mit der Schokolade:
Nur wenige Sekunden später kommen schon die Schuldgefühle…

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