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Etwa sieben bis acht Stunden Schlaf benötigt der Mensch pro Nacht, damit der Körper erholt und fit in den Tag starten kann. Mona M. (21) aus Freiburg toppt das locker. Allerdings nicht freiwillig. In ihrer schlimmsten Phase schlief sie ganze 20 Stunden am Tag – und das drei Wochen lang.
Warum? Weil die junge Studentin unter dem relativ unbekannten und wenig erforschten Kleine-Levin-Syndrom leidet. Diplompsychologe Dr. Hans-Günther Weeß, Leiter des Schlafzentrums in der Pfalzklinik, Klingenmünster, erklärt: „Bei dem Kleine-Levin-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung, die aufgrund ihrer Schwere und den ausgeprägten psychosozialen Beeinträchtigungen das Leben und die Lebensqualität der Betroffenen stark herabsetzt. Exakte wissenschaftliche Daten zur Häufigkeit liegen nicht vor, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass einige tausend, zumeist unerkannte Fälle weltweit vorliegen.“
Häufig tritt die Erkrankung zum ersten Mal in der Pubertät auf. So auch bei Mona. Im März 2007 schlief sie extrem lange, klagte über Gedächtnisverlust und Depressionen. Ihr Verhalten änderte sich: Sie wurde aggressiver. Außerdem litt die damals 17-Jährige unter Verwirrtheit. Mona: „Es war ein Gefühl, als wäre man in einem Traum gefangen.“
Die Veränderungen in ihrem Verhalten machten einen Arztbesuch unumgänglich. Allerdings konnte der Hausarzt mit den Symptomen nichts anfangen. Auch MRT, CT und eine Lumbalpunktion ergaben erst mal nichts. Monas Eltern wurde erklärt, ihre Tochter sei nur renitent (bockig, störrisch). Ihr Vater durchforstete daraufhin das Internet, stieß auf den Namen der Krankheit und den Arzt Dr. Weeß, der schließlich die Diagnose stellte: Kleine-Levin-Syndrom, KLS.
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