Künstliche Befruchtung: BGH erlaubt PID

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Künstliche Befruchtung: BGH erlaubt PID


Künstliche Befruchtung auch nach PID: Mehr Rechtssicherheit für Paare und Ärzte - Künstliche Befruchtung: BGH erlaubt PID
Künstliche Befruchtung auch nach PID: Mehr Rechtssicherheit für Paare und Ärzte
Zankapfel künstliche Befruchtung - jetzt hat der oberste Gerichtshof Brisantes entschieden: Künstlich erzeugte Embryonen dürfen auf Erbkrankheiten hin untersucht  - und im Zweifel so auch aussortiert werden. Die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) ist damit erstmals erlaubt worden. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen....?

Der Fall: Ein Berliner Frauenarzt hat bei drei Paaren die Vor-Untersuchung "PID" und dann eine künstliche Befruchtung mit  ausgewählten gesunden Eizellen durchgeführt. Eine Frau wurde daraufhin erfolgreich schwanger. Im Anschluss zeigte der Gynäkologe sich selbst an, um eine bisher unsichere Rechtslage eindeutig klären zu lassen. Das Berliner Landgericht sprach den Arzt  frei, der Bundesgerichtshof (BGH) nun auch.

Der Streitpunkt: Künstliche Befruchtung ist in Deutschland seit jeher ein heikles Thema. Im Falle der PID-Tests jedoch ergab sich immer eine Art Widerspruch: Denn die Genuntersuchungen sind während jeder Schwangerschaft - und damit auch der nach erfolgreicher künstlicher Befruchtung - möglich. Es kann sogar daraufhin abgetrieben werden, bei schweren, lebensbedrohlichen Erkrankungen noch bis kurz vor der Geburt. Die Untersuchungen dann vor Einpflanzung der Eizellen zu untersagen, ist nicht verständlich. Diesen Widerspruch hat der BGH nun aufgedeckt.

In anderen Ländern, etwa Großbritannien ist die PID unter bestimmten Vorraussetzungen auch für die künstliche Befruchtung erlaubt.

Künstliche Befruchtung in Großbritannien: Eine PID entscheidet, welche Eizellen eingepflanzt werden.
Künstliche Befruchtung in Großbritannien: Eine PID entscheidet, welche Eizellen eingepflanzt werden.
Kritiker
der Entscheidung befürchten jedoch, dass eine künstliche Befruchtung ein anders gelagerter Fall als eine natürlche Schwangerschaft ist. Die PID-Untersuchung der Eizellen könnte dazu missbraucht wird, nicht nur schwere Erkrankungen frühzeitig zu entdecken, sondern auch die "falsche" Haar- oder Augenfarbe oder das verkehrte Geschlecht. Die Angst geht um vor den Designer-Babys! Mißbilligung kam auch von der katholischen Kirche.

Auswahl bleibt Auswahl, ob vor oder nach der Empfängnis - oder?


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Oder lesen Sie weiter auf goFeminin.de: 
>
Kinderwunsch ist grenzenlos: Künstliche Befruchtung im Ausland
>
GoFeminin.de-Foren zu künstlicher Befruchtung: "Wir haben es geschafft und warten auf weiteren Zuwachs!"
> Was ist PDI?

Begriffserklärung auf Onmeda.de: 
> Was bedeutet PDI?

Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 12/07/2010 11:02:00
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