|
Jedes Kind möchte gelobt werden, und wer könnte schon von sich behaupten, von seinen Eltern zuviel gelobt worden zu sein. Kinder brauchen das Lob wie die Luft zum Atmen, es stärkt ihr Selbstwertgefühl, es ermutigt sie, neue Entwicklungsschritte zu wagen, und bestätigt, dass sie auf einem guten Weg sind.
Trotz dieser segensreichen Wirkung können Eltern durchaus auch zuviel oder in gewisser Weise falsch loben. Ein Lob kann beispielsweise schal wirken, wenn Eltern nicht bei der Sache sind und das Loben gewissermaßen ritualisieren. Loben muss konkret sein und von Herzen kommen, sonst bewirkt es am Ende das Gegenteil.
- Zuviel des Guten kann dazu führen, kann Ihr Kind sich nur noch Mühe gibt, weil es von Ihnen gelobt werden will. Bleibt das Lob einmal aus, stellt es sein Engagement möglicherweise ein.
- Übertriebenes Loben kann auch Selbstüberschätzung verursachen. Gleichzeitig hängt dann das Selbstwertgefühl des Kinds dann davon ab, dass es stets auch für Kleinigkeiten über den Klee gelobt wird.
- Wenn Sie Ihr Kind loben, ist es gut, sich Zeit zu nehmen und sich konkret mit dem Anlass des Lobens zu befassen, sei es ein gemaltes Bild, ein Bauklötzchenturm oder eine Papierschnipselkollage. Details wollen benannt sein. Ein stereotyp vorgebrachtes „Toll gemacht“ wirkt schnell unglaubwürdig. Haben Sie im Augenblick keine Zeit, sich dem zu widmen, was Ihr Kind Ihnen zeigen möchte, ist es oft besser um Geduld zu bitten, anstatt ein flüchtiges Lob zu verteilen.
- Gefällt Ihnen das Gezeigte nicht wirklich, sollten Sie nicht so tun als ob. Ihr Kind spürt es sofort. Wichtig ist jedoch, stets das Bemühen Ihres Kinds anerkennen.
|