Sterilisation beim Mann – Vasektomie

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Sterilisation beim Mann – Vasektomie

Sterilisation beim Mann - für viele noch ein Tabu-Thema - Sterilisation beim Mann – Vasektomie
Sterilisation beim Mann - für viele noch ein Tabu-Thema
Ist die Familienplanung abgeschlossen, denken manche Paare über eine neue Art der Verhütung nach. Oftmals hat die Frau lange Jahre den verhütenden Part übernommen und möchte nun nicht länger mit Pille, Spirale und Co. verhüten. Eine echte Alternative zur Sterilisation der Frau, einer nicht unkomplizierten Bauchraum-Operation, ist die des Mannes - auch Vasektomie genannt. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier

Mit dem Begriff Vasektomie wird die Sterilisation des Mannes bezeichnet. Bei dieser kleinen Operation handelt es sich um einen, in aller Regel ambulant durchgeführten Eingriff, der im Gegensatz zur Sterilisation der Frau einfach durchzuführen ist und meist komplikationsfrei verläuft. Da die Vasektomie eine vollständige und endgültige Verhütung darstellt, wird sie bei Männern unter 30 Jahren nur bei triftigen medizinischen Gründen durchgeführt.

Entscheidet sich ein Mann für die Vasektomie, wird in einem etwa 30minütigen Eingriff zunächst die Haut desinfiziert und örtlich betäubt. Die Öffnung erfolgt dort, wo beide Samenleitern vom Hoden in den Penis übergehen. Aus diesen Samenleitern entfernt der Arzt jeweils ein kleines Stück und verschweißt oder vernäht die Enden. Der Schnitt in der Haut ist sehr klein und wird im Anschluss genäht.

Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben ist der Mann nach der Vasektomie noch für mehrere Wochen zeugungsfähig, da die noch vorhandenen Spermien erst ausgestoßen oder abgebaut werden müssen. Eine zusätzliche Verhütung ist deshalb bis zum erfolgreichen Test unbedingt nötig! Zudem kann es in sehr wenigen Fällen zu einer Spätrekanalisation kommen, wobei der Verlauf wieder hergestellt wird. Eine regelmäßige Untersuchung der Zeugungsfähigkeit beugt einer ungewollten Schwangerschaft vor. Eine Rekanalisation ist in manchen Fällen auch dann möglich, wenn die Zeugungsfähigkeit auf Wunsch des Mannes wieder hergestellt werden soll. Allerdings wird dies immer unwahrscheinlicher, je länger die Vasektomie zurück liegt.

Befürchtungen vor sexuellen Problemen nach einer Vasektomie sind übrigens völlig unbegründet. Weder die Potenz lässt zu wünschen übrig, noch das Ejakulat - nach einer Vasektomie ist die beim Orgasmus ausgestoßene Flüssigkeit Menge noch genauso groß wie vor dem Eingriff, sie enthält jedoch keine Samenzellen mehr.


Lesen Sie mehr zum Thema Sterilisation bei unserem Gesundheitsportal Onmeda.de.




cs

  

Veröffentlicht von der Gesundheits-Redaktion
am 17/02/2010
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