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Dass Kinder ohne Gewalt aufwachsen sollen, werden wohl die meisten Eltern unterschreiben. Deshalb geben sie sich auch große Mühe, mit all ihrer Liebe stets einfühlsam und geduldig zu sein – was auch immer die Kinder tun. Das kann nicht nur anstrengend sein, das ist anstrengend, und im Übrigen von niemandem immer durchzuhalten.
Kinder scheinen mitunter dafür auf die Welt gekommen zu sein, ihre Eltern an jede erdenkliche Belastungsgrenze zu bringen. Immerzu tun die Erwachsenen alles für die Kleinen, aufopferungsvoll und ohne zu Murren. Trotzdem gehorchen Kinder keineswegs immer, und in manchen Dingen erscheinen sie geradezu erziehungsresistent. Kein Wunder, dass die elterliche Geduld oft bis zum Zerreißen strapaziert wird – und es immer wieder zu Ausrastern kommt.
Alle Eltern rasten gelegentlich aus, auch jene, die sich geschworen haben, ihr Kind niemals anzubrüllen, herumzuschubsen oder gar zu schlagen. Auch wenn davon die Welt nicht untergeht, sollten Eltern trotzdem lernen, an sich zu halten. Ein Kind, das wegen seines Verhaltens angebrüllt oder geschlagen wird, lernt lediglich, dass man jeden anbrüllen und schlagen darf, wenn er etwas tut, das einem nicht gefällt.
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