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Arbeitende Mutter gleich Rabenmtter?

Als Mutter arbeiten zu gehen hat nichts mit Egoismus zu tun. - Arbeitende Mutter gleich Rabenmtter?
Als Mutter arbeiten zu gehen hat nichts mit Egoismus zu tun.
Wir wollen alles: eine Familie, Kinder, aber wir wollen deswegen noch lange nicht auf unseren Beruf verzichten. Wir wollen Karriere machen statt in einem schlechtbezahlten Teilzeitjob mit null Aussicht auf Beförderung dahinzudümpeln. Und das ist auch gut so! Männer können schließlich auch (fast) alles haben. Doch seien wir mal ehrlich: Frauen in Führungspositionen sind selten, solche mit Kindern noch seltener.

Arbeitende Mutter gleich Rabenmutter?
Auch ohne Karrieregedanken: Selbst Mütter in Teilzeit kämpfen mit dem Vorurteil, sich nicht ausreichend um den Nachwuchs daheim zu kümmern. Rabenmutter ist das Wort, das unausgesprochen im Raum schwebt. Und das nicht etwa in den Köpfen der älteren Generation. Nein: Gleichaltrige Frauen scheinen die größten Vorurteile gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen zu haben.

"Mütter sind extrem kritisch und haben genau im Blick, was andere Mütter machen. Sie legen alles auf die Goldwaage und stehen gerade arbeitenden Müttern negativ gegenüber", bestätigt Antje Diller-Wolf, arbeitende Mutter zweier Söhne und stolz darauf. Antje Diller-Wolff ist Journalistin und Autorin ('Rabenmütter und Heimchenväter'). Sie teilt sich mit ihrem Mann die Kindererziehung und den Haushalt. Als schlechte Mutter bezeichnet zu werden, macht sie sprachlos. "Nur weil eine Frau arbeitet, müssen die Kinder noch lange nicht zu kurz kommen. Natürlich müssen auch meine Kinder mal zurückstecken. Doch das müssen die Kinder von Hausfrauen auch!"

Viel gelassener sehen ältere Frauen das Thema Arbeit und Kinder, so die Erfahrungen von Antje Diller-Wolff. Sie befürworten in der Mehrzahl die Unabhängigkeit, hätten sie doch diese Freiheiten selbst gern gehabt. Auch viele Männer scheinen kein Problem mit arbeitenden Müttern zu haben, wie die Autorin in Gesprächen feststellte.

Ist ein Job purer Egoismus?
Arbeitenden Müttern wird gern vorgeworfen, egoistisch zu sein. Angeblich ziehen sie ihre Karriere dem Wohl der Kinder vor. Dabei hat die Wiederaufnahme der Arbeit nicht zwangsläufig etwas mit Karriere zu tun. Mit der eigenen Zukunft im Blick ist es heute wichtiger denn je, dem Job nicht allzu lange fernzubleiben. Schon nach drei, vier Jahren ist man oft raus aus seinem Thema, durch einen Nachfolger ersetzt und befindet sich in der schwierigen Situation, einen der Ausbildung angemessenen Job zu finden.

"Niemand verlangt von Frauen, dass sie acht Wochen nach der Geburt 80 Stunden arbeiten. Aber es wäre gut, wenn sie relativ schnell wieder für ein paar Stunden einsteigen und damit signalisieren: Ich bin noch da und habe Interesse an meiner Arbeit", sagt Antje Diller-Wolff. Es geht darum, die eigenen Pfründe zu sichern, Unabhängigkeit zu wahren. Schließlich weiß man nie, was die Zukunft bringt. Jede zweite Ehe scheitert und als Frau kann und sollte man sich nicht nur auf die Unterhaltszahlungen vom Ex verlassen.

Keine Frau sollte ein schlechtes Gewissen haben, weil sie wieder arbeiten geht. Doch genau mit diesem haben berufstätige Mütter in Deutschland zu kämpfen.

Andere Länder - mehr Toleranz
Wir sagen's nicht gerne, aber eins ist klar: Deutschland hinkt hinterher, was die Akzeptanz von arbeitenden Müttern angeht. In vielen anderen europäischen Ländern ist es vollkommen normal, dass Frauen wenige Wochen nach der Geburt in den Job zurückkehren. Insbesondere die skandinavischen Länder sind in diesem Bereich echte Vorreiter. Sie bieten den Müttern eine umfangreiche garantierte Kinderbetreuung, in Finnland beispielsweise von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends. Ein Betreuungsplatz wird zudem vom Staat garantiert.

Doch nicht nicht nur in Europa ist es vollkommen normal, dass Frauen wenige Wochen nach der Geburt wieder arbeiten gehen. In Indien oder Afrika ist das an der Tagesordnung - natürlich auch, weil die Familie nicht allein vom Einkommen des Mannes leben kann. Den Kindern scheint es nicht zu schaden, weder in Indien, noch in Finnland. Unwahrscheinlich, dass gerade deutsche Kinder hier die Ausnahme bilden.


Buchtipp:
Antje Diller-Wolff: 'Rabenmütter und Heimchenväter - Von Frauen mit Kind im Beruf und Männern in Elternzeit'
9,95 €
Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN 978-3-86265-211-2


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db

  

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Veröffentlicht von
am 28/06/2013
Die Lesernote:4/5 
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