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Betreuungsgeld: Umstrittene Familienleistung

  

Betreuungsgeld: Eltern, die ihr Kleinkind zuhause erziehen, sollen unterstützt werden. - Betreuungsgeld: Umstrittene Familienleistung
Betreuungsgeld: Eltern, die ihr Kleinkind zuhause erziehen, sollen unterstützt werden.
Lange schon steht das Betreuungsgeld in der Kritik: Als 'Herdprämie' verspotten ihre Gegner die für 2013 geplante Sozialleistung für Familien. Das Medienecho auf das Buch von Familienministerin und Befürworterin Kristina Schröder hat die Debatte um das Betreuungsgeld zusätzlich angeheizt. Wir erklären, was hinter dem umstrittenen Beschluss steckt, wer Anspruch auf Betreuungsgeld hat und welchen gesellschaftlichen Zündstoff es birgt.

Was ist das Betreuungsgeld?
Beim Betreuungsgeld handelt es sich um eine staatliche Leistung an Eltern, die keinen öffentlichen Tagesstätten- oder Krippenplatz in Anspruch nehmen und sich nach der Geburt ihres Kindes zu Hause in Vollzeit der Erziehung widmen. Anfangs sollen 100 Euro, später 150 Euro monatlich für Kinder unter drei Jahren gezahlt werden. In welcher Form dieser Betrag den Eltern zur Verfügung gestellt wird, steht noch nicht fest. Derzeit werden von den Politikern verschiedene Modelle diskutiert.

Wer hat das Betreuungsgeld in die Wege geleitet?
Die geplante Leistung für Familien ist ein Beschluss der Regierung aus dem Jahr 2011, der vor allem auf Drängen der CSU zustande kam. Laut Koalitionsvertrag soll das Betreuungsgeld in erster Linie der Wahlfreiheit der Eltern dienen. Sie sollen frei entscheiden können, ob sie ihr Kind selbst betreuen möchten oder andere Angebote wie Kitas in Anspruch nehmen wollen.

Wie viel kostet das Betreuungsgeld den Steuerzahler?
Das Betreuungsgeld wird voraussichtlich 1,2 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Dabei wird von Zahlungen für 900.000 Kinder ausgegangen - etwa der Hälfte der für 2013 erwarteten Geburten. Dem ‘Bund der Steuerzahler‘ zufolge dürfte die Summe aber weitaus höher ausfallen. Er geht davon aus, dass wegen fehlender Krippenplätze mehr Eltern das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen werden als von der Bundesregierung erwartet.

Mutter mit Kind: Frühförderung zuhause.
Mutter mit Kind: Frühförderung zuhause.
Was spricht für das Betreuungsgeld?

Die Befürworter des Betreuungsgeldes - allen voran die CSU - halten es für eine Frage der Gerechtigkeit, dass der Staat Eltern unterstützt, die sich selbst um ihre Kinder kümmern wollen und von öffentlichen Einrichtungen nicht profitieren.

Außerdem sind Krippenplätze rar gesät, so dass der Anspruch, alle Kinder durch Plätze in staatlich geförderten Einrichtungen zu betreuen, nicht erfüllbar ist. Dieser ist zwar ab 2013 gesetzlich garantiert, doch aktuell sieht es so aus, als ob die Städte und Kommunen - vor allem in Westdeutschland - dieser Aufgabe bis dahin nicht nachkommen können. Deshalb, so die Befürworter des Betreuungsgeldes, sei eine Betreuung zu Hause eine Alternative, die man belohnen müsse.

Was spricht gegen das Betreuungsgeld?
Seine Gegner argumentieren, dass das Betreuungsgeld gerade einkommensschwache Eltern davon abhalten wird, ihre Kinder in eine Kita zu schicken. Wer wenig verdient, für den sind 150 Euro viel Geld. Das betrifft leider häufig bildungsferne Familien, deren Nachwuchs ein pädagogisches Angebot außer Haus dringend nötig hätte. Hinzu kommt: Eltern mit Migrationshintergrund erhalten Anreize, ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren nur in der Familie zu erziehen. Fehlt diesen Kindern jedoch frühkindliche Bildung außer Haus, lernen sie die deutsche Sprache oft erst ab dem Eintritt in den Kindergarten.

Die Folge: eine langsamere Entwicklung und schlechtere Integrations-Chancen. Der Blick nach Skandinavien, wo das Betreuungsgeld teilweise schon 1985 eingeführt wurde, zeigt die Berechtigung dieser Kritik: In Norwegen, Schweden und Finnland wird es überwiegend von Müttern niedriger Bildungsschichten oder mit Migrationshintergrund und mit niedrigem Einkommen genutzt.

Höhe und Auszahlung des Betreuungsgeldes
Das Betreuungsgeld soll im ersten Jahr 100 Euro, später 150 Euro pro Kind betragen. Im Jahr 2013 - so die Pläne der Koaliton - soll es zunächst nur für Einjährige gezahlt werden. Die Frage, ob es einen Geldbetrag oder Gutscheine geben wird, ist bislang ungeklärt.

Wie bekommt man Betreuungsgeld?
Der Antrag auf Betreuungsgeld muss bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Bei welcher Behörde ein Antrag auf das Geld gestellt werden kann, steht momentan noch nicht fest.

> Herdprämie oder eine Frage der Gerechtigkeit? Das ist unsere Meinung




sfo/hes

 
  

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Veröffentlicht von
am 25/04/2012
Die Lesernote:3.6/5 
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