Eine Zeichnung sagt mehr als 1000 Worte
Kinderzeichnungen: Was steckt dahinter?
Überblick in Bildern

Die Zeichnung eines fünfjährigen Kindes verstehen

 
Die Zeichnung eines fünfjährigen Kindes verstehen

Das Erstaunliche an diesem Bild sind die einzelnen gelben Zähne. Die Psychologin hat mit Neles Mutter darüber gesprochen und erfahren, dass bei ihrer Tochter im Moment die Zähne wackeln! (Es ist sehr wichtig, ergänzende Fragen zu stellen, um die Zeichnung im Kontext zu betrachten und damit falsche Interpretationen auszuschließen)

Dieses Beispiel zeigt, dass sich Kinder in ein Bild hineinprojizieren:
Kinder reden immer über sich
selbst und bilden sich auch in den Zeichnungen selbst ab. Nele ist sicherlich etwas beunruhigt, weil sie mit dem Älterwerden konfrontiert wird. Wenn die Milchzähne ausfallen bedeutet das gleichzeitig den Verlust eines Stücks der Kindheit. Neles Eltern sollten mit ihrer Tochter darüber sprechen, sie beruhigen und ihr erklären, was gerade passiert, nämlich dass die wackeligen Zähne mit dem Wachstum zu tun haben. Es wird außerdem empfohlen, dem Kind die positiven Aspekte dieser Entwicklung zu verdeutlichen: "Du wirst groß und kannst immer mehr unternehmen..."

Des Weiteren wird deutlich, dass die Ohren sehr detailliert abgebildet sind. Nele ist bestimmt ein neugieriges und aufgewecktes Mädchen, das den Erwachsenen Löcher in den Bauch fragt (beispielsweise zum Thema Sexualität, das die Kinder in diesem Alter sehr beschäftigt: "Wer bin ich? Woher kommen die Babys?"). Nele ist also intelligent und fühlt sich wohl in ihrer Haut.

Die Darstellung wird immer perfekter: Sie zeichnet den Hals, die Schultern... und sogar die Ohrringe (ein deutliches Zeichen, dass sie sich ihrer Weiblichkeit bewusst ist). Ein weiteres Beispiel dafür sind die angedeuteten Brüste (zwei kleine rötliche Halbkreise auf Schulterhöhe). Neles Mutter (oder eine andere Frau in ihrem Umfeld) legt sicherlich viel Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild und wird damit für das Mädchen zum Bezugsmodell.

Ein interessantes Detail: Wenn man das Blatt herumdreht, stellt man fest, dass
Nele auf der Rückseite bereits mit einer ersten Zeichnung begonnen und diese abgebrochen hat, um wieder neu anzufangen. Auf dem unvollständigen Bild hat
die Kleine einen ersten Versuch unternommen, um das Gesicht wahrheitsgetreu darzustellen. Nele möchte also, dass das Bild genauso aussieht, wie sie es sich vorstellt. Diese Reuegefühle sind stark verbreitet und völlig normal. Sie spiegeln die kindliche Identitätssuche wider.




  
  

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Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 09/04/2008
Die Lesernote:4.5/5 
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