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Schluss mit Kindergerichten! Darum ist es wichtig, dass Kinder essen wie die Großen

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 17. Januar 2018
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In fast jedem Restaurant gibt es spezielle Kindergerichte. Zu Hause bekommen die Kleinen auch eine Extrawurst, denn sie essen ja schließlich nicht alles. Aber ist das wirklich förderlich für das Essverhalten unserer Kinder?

In meiner Erinnerung haben meine Eltern nie 'extra' für uns Kinder gekocht. Soll heißen, es wurde EIN Essen gekocht und entweder hat man alle Bestandteile davon gegessen oder eben nicht. Ein Gericht in zwei Varianten, nur damit es den Kindern schmeckt, gab es nicht. Niemand wurde gezwungen, etwas zu essen, was er nicht mochte und meine Eltern haben auch nicht nur Rosenkohl und Spargel serviert, aber es wurde auch kein großes Aufheben darum gemacht, wenn jemandem etwas nicht schmeckte.

Wir Kinder haben gegessen wie die Großen. Denn Erwachsene und Kinder, und die sogar noch ein bisschen mehr, brauchen eine ausgewogene Ernährung, um gesund und fit zu sein. Und da erschreckt es einen doch sehr, dass es in fast jedem Imbiss und fast jedem Restaurant eine ganz eigene Kinderkarte gibt. Oder dass Eltern zu Hause neben dem Essen für sich selbst, noch eines extra für die Kleinen kochen.

Alles andere als kindgerecht!

Viel zu oft finden sich auf Kinderspeisekarten Gerichte wie Chicken Nuggets mit Pommes, Fischstäbchen mit Pommes, Cheesburger mit Pommes oder Nudeln mit viel zu süßer Tomatensauce oder auch gleich Ketchup. Das Wort 'Kinderspeisekarte' oder 'Kindergericht' erweckt den Eindruck, dass es speziell für Kinder geeignet, also kindgerecht sei, gut und gesund ist es aber absolut nicht.

Klar, wir Eltern sind froh und genießen die Ruhe im Restaurant oder am heimischen Tisch, wenn die Kinder etwas gefunden haben, was sie leidenschaftlich verspeisen und über das es nichts zu meckern gibt. Aber der Nährwert solcher Gerichte geht eindeutig gegen Null.

Kinderportionen ja, aber bitte keine extra Kindergerichte

Ich weiß auch, dass es nicht leicht ist, für Kinder zu kochen. Ich selbst habe zu Hause zwei, die beim Thema Essen nicht unterschiedlicher sein könnten. Während der Große fast alles kommentarlos isst, meckert die Kleine für zwei. Kein gekochtes Gemüse, keine Saucen, kein Fleisch oder Fisch. Wenn es nach ihr ginge, gäbe es mittags und abends Nudeln, am besten nur mit Käse oder wahlweise Ketchup.

Wenn man seine Kinder aber von einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Küche überzeugen will, muss man ihnen beim Kochen zu Hause und auch im Restaurant entgegen kommen. Für Restaurants bedeutet das, dass die Speisekarte für Erwachsene und Kinder gleichermaßen gelten sollte und nur die Größen an das Alter des Gasts angepasst werden. Kinderportionen zu entsprechenden Kinderpreisen. Das ist es, was wir auf Restaurant-Speisekarten sehen wollen.

Familienessen statt Kinderessen!

Und auch zu Hause sollten Kinder das Familienessen aufgetischt bekommen - keine extra Gerichte und extra Bestandteile. Das heißt nicht, das Mama und Papa nicht auch ein Essen kochen können, dass sich die Kinder wünschen. Ganz im Gegenteil. Wenn man die Kleinen an der Planung und Zubereitung der Mahlzeiten teilhaben lässt, dann werden sie viel experimentierfreudiger und neugieriger auf das, was gemeinsam zubereitet wurde.

Und selbstverständlich darf es zu Hause auch Fischstäbchen, Pommes oder Nudeln mit Tomatensauce geben. Das essen wir Erwachsenen schließlich auch mal ganz gerne. Auf die Abwechslung kommt es aber an! Wenn wir unseren Kindern von klein auf vorleben und beibringen, was es heißt, gesund zu essen, dann werden sie das in ihr späteres Leben mitnehmen.

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