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Eine Fremde mischt sich in die Erziehung ihrer Tochter ein - SO reagiert die Mutter!

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 27. Juli 2017
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Sie will ihrer Tochter gerade beibringen, dass man nicht alles im Leben haben kann, als sich plötzlich eine fremde Frau einmischt...

Mit Kindern eine Kirmes zu besuchen hat immer zwei Seiten. Klar möchte man den Kleinen am liebsten jeden Wunsch erfüllen - Karussell fahren, kandierte Äpfel essen und Lose ziehen - dabei reißt man sich aber unweigerlich ein großes Loch ins Portemonnaie. Irgendwann muss also jeder Spaß sein Ende finden - doch das verstehen Kinder meist leider nicht.

Auch Brea Schmidt und ihre 5-jährigen Tochter besuchten kürzlich eine Kirmes. Als ihre Tochter einen pinken Plüsch-Troll an der Losbude entdeckte, wollte sie diesen um jeden Preis haben. Doch auch nach etlichen Versuchen war das Glück nicht auf ihrer Seite. Also entschloss sich Brea, ihrer Tochter an dieser Stelle eine kleine Lektion fürs Leben zu geben.

"Die Lektion, dass man nicht immer alles im Leben haben kann", schreibt Brea in einem ausführlichen Facebook-Post. "Zu akzeptieren, dass es Dinge im Leben geben wird, die man unbedingt haben möchte, die man trotz harter Arbeit und vielen Versuchen vielleicht nie erreichen kann."

Ihre Tochter weinte bitterlich. Doch dann mischte sich eine andere Frau ein, die die Szenerie, die Freude der Kleinen beim Öffnen der Lose und ihre Enttäuschung, die ganze Zeit über beobachtet hatte. "Weißt du was, Schätzchen, ich habe noch einen Dollar und ich werde mein Glück für dich versuchen", bot die Fremde an.

Selbstverständlich war Breas Tochter sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Und tatsächlich gewann die Frau mit ihrem Los. Das Mädchen war außer sich vor Freude - und entgegen aller Erwartungen war ihre Mama nicht wütend wegen dem ungefragten Einmischen der Frau.

Mama Brea erklärt:

"Vielleicht haben wir also die 'Du kannst nicht immer alles haben was du willst'-Lektion heute verpasst. Dafür haben wir aber eine ganz andere gelernt.

Ich fragte meine Tochter auf dem Heimweg: 'Woran erinnerst du dich, wenn du an die Frau denkst, die dir heute die extra Lose gekauft hat?'

Sie antwortet: 'Sie hat etwas sehr Nettes für mich getan.'

Ich: 'Und wie hat sich das angefühlt?'

Sie: 'Wirklich großartig.'

Ich: 'Was hast du also gelernt, wenn du das nächste Mal jemanden siehst, der traurig ist?'

Sie: 'Tue etwas für sie, damit sie nicht mehr traurig ist.'

Während die Frau mir also meine eigentliche Lektion fürs Leben kaputt gemacht hat, war die Lektion, die sie in ihrem Herzen trug, auch eine wichtige.

Denn wenn meine Tochter im nächsten Monat in die Vorschule kommt, weiß ich, dass sie eine völlig neue Welt kennenlernen wird. Und wenn sie in dieser neuen Welt einen anderen Schüler sieht, der traurig ist, dann erinnert sie sich vielleicht an die Frau an der Losbude und findet einen Weg, wie sie diesem Schüler helfen kann, sich wieder besser zu fühlen."

Auch wenn Eltern Momente wie den von Brea beschriebenen nur zähneknirschend ertragen können, ist es manchmal gar nicht so schlecht, wenn sich Fremde einmischen. Zumindest nicht in diesem Fall.

Oder wie sehr ihr das?

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