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"Unser Baby war ein Frühchen"

  

Großfamilie Wenzek mit Frühchen Emil. - "Unser Baby war ein Frühchen"
Großfamilie Wenzek mit Frühchen Emil.
Die Komplikationen nach einer Frühgeburt stellen bei Babys die Todesursache Nummer eins dar. Das Bewusstsein für die Häufigkeit von Frühchen-Geburten ist bei werdenden Müttern jedoch gering: Laut einer globalen Befragung unter Müttern und Schwangeren* wissen mehr als zwei Drittel der Befragten nicht, wie hoch die Rate an Frühgeborenen ist. Dabei kommt die Frühchen Geburt bei etwa zehn Prozent aller Geburten vor.

Ebenso verdeutlichen die Umfrageergebnisse den emotionalen Druck der Mütter von Frühchen. So fühlt sich etwa die Hälfte aller jungen Mütter nach der Geburt gestresst, Frühchen-Mütter empfinden jedoch signifikant mehr Sorge, Schuld, Angst und Machtlosigkeit. Die Bedenken gehen dabei über die gesundheitlichen Sorgen hinaus: Eine von vier Müttern (24 %) denkt, dass ihr frühgeborenes Kind in der Schule keine ausreichenden Leistungen erbringen wird.

Familie Wenzek: Großfamilie mit frühem Nachzügler

Was bedeutet eigentlich „Familie“? Auf diese Frage hat jeder seine eigene Antwort. Familie Wenzek aus der Nähe von Darmstadt sagt: etwas Großes und Großartiges. Nicole und Andreas Wenzek leben mit ihren Kindern Paul, Lena, Nils und Emil sowie beiden Großelternpaaren auf einem gemeinsamen Grundstück. Ihre große Familie ist ihr Lebensmittelpunkt. Nicole geht auf in ihrer Rolle als Vierfachmama und Familienmanagerin. Mit ihrem Terminkalender bekommt sie die Großfamilie und den Haushalt, aber auch Zeit für Freundinnen und sich selbst unter einen Hut. Die gelernte Bankkauffrau ist eine Powerfrau, der keiner so leicht etwas vormacht.

Doch es gab auch Zeiten, in denen Nicole nicht mehr weiter wusste. Die wahrscheinlich härteste war die Zeit der Geburt ihres Sohnes Emil. "Andreas und ich hatten uns schon lange einen Nachzügler gewünscht, als die anderen Kinder aus dem Gröbsten raus waren", sagt sie. Doch die ansonsten komplikationsfreie Schwangerschaft endete im Sommer 2010 jäh in der 26. Schwangerschaftswoche. Plötzlich trat Nesthäkchen Emil mehr als zehn Wochen zu früh in Nicoles Leben. Die damals schon fünfköpfige Familie stand Kopf. Nicole musste nun die Termine ihrer älteren Kinder und auch mehrmals tägliche Besuche ihres Kleinen auf der Frühchenstation organisieren. "Ohne unsere Eltern, die uns in dieser Situation unterstützt haben, hätte ich das nicht geschafft", gibt sie zu. Und auch die vielen Fragen belasteten sie Familie schwer: Wie geht es nun weiter? Kann der kleine Emil bald nach Hause kommen? Wird er gesund und fröhlich sein?

Als Frühchen Emil nach dreieinhalb Monaten Klinikaufenthalt im Herbst 2010 endlich in sein heimisches Kinderbett einzog, hatten seine Geschwister am allerwenigsten damit gerechnet. "Andreas und ich haben die Kinder damit überrascht. Wir sagten, wir würden kurz etwas einkaufen gehen, und standen dann mit ihrem lang ersehnten Brüderchen vor der Tür", schmunzelt Nicole. Auf die Frage, wie sie diesen Moment erlebte, antwortet sie nur: "Das war schön." Mehr muss sie dazu gar nicht sagen.

Frühchen Emil - endlich zuhause!

Auch wenn Emil am Anfang noch einen Monitor benötigte, der seinen Herzschlag und seine Sauerstoffversorgung überwachte, entwickelte sich zuhause alles gut. Der Kinderarzt, die Hebamme und die Physiotherapeutin von Emil waren in dieser Zeit wichtige Ansprechpartner. Auch die Frühchenstation gab den Eltern hilfreiche Tipps. Auf der Website des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind e.V." informierten sich Nicole und Andreas zusätzlich selbst zur Frühchen-Entwicklung und Fragen zur passenden Ernährung. "Das war eine große Hilfe. Dort wurden zum Beispiel Abkürzungen erklärt, denen man als Frühcheneltern oft begegnet", sagt Nicole. Auch nach der ersten akuten Phase der Unsicherheit besuchte Emil regelmäßig die Frühchenambulanz, wo verschiedene Fachärzte den Kleinen untersuchten und den Eltern Fragen beantworteten.

Vor allem freuten sich die vierfachen Eltern jedoch über die gute Beziehung ihrer Kinder untereinander. "Lena, Paul und Nils haben sich so sehr über ihren kleinen Bruder gefreut und waren ganz toll zu Emil", strahlt Nicole. Und auch eine kleine Freundin hat Emil schon: Emily, die auf der Frühchenstation neben ihm lag. Eine echte "Brutkastenliebe". Mit Emilys Eltern stehen Nicole und Andreas noch immer in Kontakt, ebenso wie mit weiteren Eltern von Frühchen. "Es hilft sehr, wenn man sich mit anderen Eltern, die gerade Ähnliches erleben, über den Alltag mit seinem 'besonderen' Kind austauschen kann", sagt Nicole.

Mittlerweile ist der Alltag eingekehrt. Die ganze Familie kommt täglich zum Abendessen an den Tisch, der Sonntag ist fest als Familientag eingeplant. Wochentags geht Nicole im Morgengrauen joggen, um für den Tag Kraft zu sammeln. Wenn Mann und Kinder dann aus dem Haus sind, gehört ihr Vormittag ihrem "Sonnenschein" Emil. Die anfänglichen Sorgen, ob Frühchen Emil ein fröhliches Kind sein wird, sind vergessen. "Er wacht morgens auf und lacht."


> Seite 2: Familie Clemens - späte Mama, frühes Baby




*unterstützt vom Gesundheitsunternehmen Abbott

 
  

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Veröffentlicht von der Mama-Redaktion
am 18/01/2012
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