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Zwischen Sorge und Glück: "Unser Baby war ein Frühchen"

Späte Mama – frühes Baby

   

Sigrid und Günter Clemens mit ihrem Sohn Carlo. - Späte Mama – frühes Baby
Sigrid und Günter Clemens mit ihrem Sohn Carlo.
Die zweifache Mutter Sigrid Clemens ist eine moderne, selbstbewusste Frau. Bereits 1986 wurde sie Mutter von Tochter Natalie. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit 21 Jahren noch vergleichsweise jung. In den folgenden Jahren meisterte sie, phasenweise alleinerziehend, den Spagat zwischen Kind und Beruf. Als sie ihren jetzigen Mann Günter kennenlernte, entstand eine neue kleine Gemeinschaft. In Sigrids 40. Lebensjahr beschloss das Paar, die Familie zu vergrößern und noch ein Kind zu bekommen. Und tatsächlich verlief zunächst alles gut.

Sigrid blickte von Anfang an zuversichtlich in die Zukunft. In der Zeit allein mit Tochter Natalie hatte sie viel Gelassenheit gewonnen und festgestellt, dass sie mit Herausforderungen umgehen kann. Jetzt, mit Günter an ihrer Seite, fühlte sie sich zusätzlich stark und voller Energie. „Beim zweiten Kind war schon der Start ganz anders“, erinnert sie sich. "Ich hatte Günter als meinen festen Partner, wir haben zusammen die Entscheidung getroffen. Ich habe mich dadurch sehr sicher gefühlt", sagt Sigrid.

Als plötzlich Blutungen auftraten, kam Sigrid vorsichtshalber zur weiteren Kontrolle in eine Heidelberger Klinik. Schließlich war sie in einem Alter, in dem Komplikationen keine Seltenheit sind. Schnell stellten die Ärzte eine Präeklampsie fest ("Schwangerschaftsvergiftung", der Körper äußert dies durch erhöhten Blutdruck, Eiweiß im Urin und Wassereinlagerungen). Sigrid blieb in der Klinik. Nach vier weiteren Tagen musste ein Kaiserschnitt durchgeführt werden, Sohn Carlo wurde nach 30 Schwangerschaftswochen und damit etwa sieben Wochen zu früh auf die Welt geholt.

Frühchen Carlo - ein echtes Glückskind

Eine Frühgeburt wird häufig als dramatisch empfunden, und doch erinnert sich Sigrid, dass sie vor und während der Geburt keine große Angst hatte. Alles ging sehr schnell - und sie hatte ein unerschütterliches Vertrauen, dass sie das schaffen kann. Bereits am zweiten Tag nach der Geburt konnte sie Carlo auf der Frühchenstation besuchen und hatte die Möglichkeit, bei ihm zu sein, mit ihm zu sprechen und am dritten Tag mit dem Känguruhen* zu beginnen.

Carlo erholte sich von den Strapazen der Geburt, machte erstaunliche Entwicklungsfortschritte und konnte bereits nach sieben Wochen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Auch zu Hause pendelte sich alles gut ein. Sigrid und Günter saugten alle Informationen zum Thema Frühgeburt auf, "damit bleibt man ruhiger und bewertet die Dinge nicht so schnell über." Außerdem stand ihnen ihre Hebamme mit Rat und Tat zur Seite. Als sich auch bei den Nachuntersuchungen keine Komplikationen zeigten, kehrte Sigrid bereits nach einem Jahr wieder in ihren Job zurück. Sie arbeitete nur halbtags, denn obwohl sich Carlo in der KITA schnell wohl fühlte, mochte sie ihn nicht bis 17 Uhr täglich dort lassen.

Seit diesem Jahr geht Carlo in die Schule. Zunächst war Sigrid besorgt, dass seine ausgesprochene Lebhaftigkeit zum Problem werden könnte. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) kam ihr in den Sinn - schließlich treten Verhaltensauffälligkeiten in den ersten Lebensjahren als Folge der verfrühten Geburt häufiger auf als bei Normalgeborenen. Doch die Bedenken waren unbegründet, Carlo lebte sich gut ein. "Er ist und bleibt ein lebendiges Kind. Die ganze Familie ist so lebhaft, ich glaube, er guckt sich das von seiner Mama ab", lacht Sigrid.

Bei der Geburt des Kindes 40 Jahre alt - das findet Sigrid Clemens gar nicht so besonders. Aber die gelungene Verbindung von Job und Familie, die ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Die Clemens‘ möchten weiterhin zusammenhalten und auch in Zukunft Herausforderungen gemeinsam angehen. Sigrid und Günter sind sich ihres Glücks bewusst und genießen jeden Tag. "Und Carlo, er soll so bleiben, wie er ist, auf Menschen zugehen, seinen Weg finden und dabei Freude haben", wünscht sich Sigrid für ihren Sohn.

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* Känguruhen:
Beim Frühchen-Känguruhen wird das Baby auf die Brust gelegt, damit ein Haut zu Haut Kontakt stattfinden kann. Das Baby hört den Herzschlag, nimmt den Atemrhythmus war, spürt Wärme und riecht seine Eltern. Die Eltern und das Baby können so eine Bindung aufbauen. Diese Methode kann sehr früh angewendet werden, auch bei Babys, die noch beatmet werden.
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> Totgeburt: Warum darf mein KIind nicht leben?
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Veröffentlicht von der Mama-Redaktion
am 18/01/2012
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